Der Musikverein Dettighofen veranstaltete sein erstes Wunschkonzert. Der Erlös aus dieser Veranstaltung soll die Grundlage für eine neue Einheitskleidung sein. Die bisherige ist nach Ansicht des Vereins nach einer Tragezeit von 30 Jahren in mancher Hinsicht nicht mehr zeitgemäß und bedarf daher einer Änderung. Vorgesehen ist, sich am kommenden Osterkonzert mit der neuen Kleidung der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Buntes Repertoire

Durch das Wunschkonzert, das von 19 bis gut 23 Uhr dauerte, wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen. Dirigent Bernhard Zimmermann hatte mit den 48 Musikern für den Auftritt 17 Lieder einstudiert, unter denen das Publikum seine Wünsche wählen konnte. Ein Repertoire, das für jeden gute Blasmusik bot. Ein Wunschlied kostete fünf bis neun Euro oder als Paketpreis 30 bis 90 Euro.

Spannungsaufbau

Zum Konzert saß das Ensemble im kleinen Zelt auf dem Areal von Karl Probst in Berwangen. Auch die vielen Zuhörer konnten sich unter Schatten spendenen Pavillons der Blasmusik erfreuen. Tubaspieler und Moderator Florian Hauser sagte die einzelnen Stücke an, stellte sie mit viel Humor dem Publikum vor und baute dabei Spannung auf.

Auftakt begeistert bereits

Das Ensemble spielte konzertante Blasmusik auf einem hohen Niveau. Zum Auftakt führte die Polka „Ein halbes Jahrhundert“ die Wunschliste an. Es war ein Auftakt, der in der Folge Konzertreife verhieß. Solisten, wie Trompete, Posaune, Klarinette, Flöte und Schlagzeug, zeigten eindrucksvolle Leistungen. Das Publikum reagierte mit begeistertem Applaus. Währendessen wurden an der Annahmestelle die Liederwünsche entgegengenommen, registriert und die Rangfolge ermittelt.

Die Bassgewaltigen Michael Läule (links) und Florian Hauser spielten auf der Tuba „Alle meine Entchen“.
Die Bassgewaltigen Michael Läule (links) und Florian Hauser spielten auf der Tuba „Alle meine Entchen“. | Bild: Erich Dahm

Konzert-Märsche, Polkas, Konzertwerke und Musicalstücke wurden deutlich hervorgehoben. Auch moderne Musikstücke aus Rock und Pop waren im Repertoire, das Dirigent Bernhard Zimmermann einstudiert hatte. Jedes Musikstück war für sich ein Höhepunkt, der die Zuhörer begeisterte.

  • Erlös: Das Wunschkonzert brachte 5163 Euro, davon 4614 Euro mit Liedwunsch und 549 Euro ohne. Moderator Florian Hauser gab die Platzierungen im Hinblick auf den Erlös bekannt.
  • Platz 1 brachte 561 Euro: „Carioca“ mit Soli für Klarinette, Flöte, Posaune, Trompete und Schlagzeug.
  • Platz 2 brachte 453 Euro: „Grönemeyer“, Pop-Medley.
Die Solisten auf der Posaune (von links) Erich Rutschmann, Philipp Wegener und Ulrich Hauser spielten „I Will Follow Him“ als Nonnenchor aus dem Film "Sister Act".
Die Solisten auf der Posaune (von links) Erich Rutschmann, Philipp Wegener und Ulrich Hauser spielten „I Will Follow Him“ als Nonnenchor aus dem Film "Sister Act". | Bild: Erich Dahm
  • Platz 3 brachte 424 Euro: „I Will Follow Him“, Solo für Posaune (Ulrich Hauser, Erich Rutschmann, Philipp Wegener).
Konni Leber brillierte als Solist auf der Trompete bei „You Raise Me Up“.
Konni Leber brillierte als Solist auf der Trompete bei „You Raise Me Up“. | Bild: Erich Dahm
  • Die weiteren Plätze: „Tanz der Vampire“, „Africa“, „You Raise Me Up“, „Böhmischer Traum“, „Von Freund zu Freund“, „Kongolela“, „Chicken Talk“, „Böhmische Liebe“, „Barcelona“, „Adventure“, „Abel Tasman“, „Celtic Crest“, „Die Sonne geht auf“ und „Ein halbes Jahrhundert“.