Im Rahmen einer Bürgerrunde im Sitzungssaal des Rathauses informierte Bürgermeisterin Marion Frei mit einer Bilderpräsentation über die vergangenen 14 Monate sowie über die aktuellen Neuigkeiten in der Gemeinde. 35 Zuhörerinnen und Zuhörer waren gekommen.

Ein wichtiges Thema war der Dorfladen mit Bistro oder Café, der die Nahversorgung sowie die dörfliche Kommunikation sicherstellen und in gemeinschaftlicher Form betrieben werden soll. "Diesbezüglich wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept erarbeitet, erläuterte Marion Frei.

Im Rückblick der Bürgermeisterin ging es unter anderem um Personalthemen im Rathaus, im Kindergarten und in der Grundschule, um die Ganztagsbetreuung von Kindern, die Baumfällaktionen und Verkehrssicherheit, Baumaßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur, die Behebungen von Wasserrohrbrüchen und die Sanierung des Tiefbrunnens Strick, sowie die Breitbandverlegung für Internetanschlüsse der Firma Primacom.

Der neue Kinderspielplatz im Neubaugebiet entsteht mit viel ehrenamtlichem Engagement. Und das denkmalgeschützte, ehemalige Rathaus in Berwangen erstrahlt in neuem Glanz. Auch die Gründung des Bergemer Narrenvereins fand Raum in Freis Präsentation.

Sämtliche Dorfbrunnen werden derzeit saniert und die Wasseruhren auf Funk-Wasserzähler bis 2019 umgestellt. Außerdem müssen die Spielplätze nach den TÜV-Bestimmungen umgebaut werden. Ein ewiges Thema sind die Sanierungsmaßnahmen an Straßen, Wegen und den Abwasserkanälen. Hier hatten die Bürger eine lange Wunschliste, die Maßnahmen in allen Ortsteilen umfasst und auch die Wirtschafts- und Feldwege mit einbezog. "Unsere wirtschaftlichen Möglichkeiten sind jedoch überschaubar, deshalb müssen wir nach Prioritäten vorgehen", erklärte Bürgermeisterin Marion Frei.

Die anwesenden Bürger beteiligten sich rege an der Gesprächsrunde, insbesondere zur Erschließung und Vorhaltung von Bauplätzen. Die vorhandenen unbebauten Baulücken lösten kontroverse Diskussionen aus, einige Bürger wünschen sich Maßnahmen, dass diese Bauplätze schnellstmöglich bebaut werden müssen, andere sehen darin unzumutbare Vorschriften.

Fakt ist jedoch, dass das Vorhandensein von innerörtlichen Baulücken gegen das Bestreben der Landesregierung geht, die eine verdichtete Bebauung forciert, um einer weiteren Flächenversiegelung entgegenzuwirken. "Wir haben aber keine Handhabe der Intervention gegen Grundstücksinhaber, die ihre Bauflächen nicht bebauen", betonte Frei mit dem Zusatz: "Dies sind riesige Stolpersteine für unsere Entwicklung."