„Ich fühle mich wie in einem surrrealen Traum“, sagt Daniel Dierenbach, Rektor der Grundschule Dachsberg-Ibach. Er sitzt zurzeit aufgrund seiner Präsenzpflicht allein im Schulhaus, wo sonst immer munteres Treiben herrscht.

Daniel Dierenbach, Rektor der Grundschule Dachsberg-Ibach, blickt optimistisch in eine ungewisse Zukunft.
Daniel Dierenbach, Rektor der Grundschule Dachsberg-Ibach, blickt optimistisch in eine ungewisse Zukunft. | Bild: Karin Steinebrunner
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„Wir haben ja momentan keine unterrichtsfreie Zeit“, erklärt Dierenbach. Die Schule sei zwar geschlossen, aber die Schüler seien mit Wochenplänen und Arbeitsmaterialien gut versorgt, die noch vor der Schließung verteilt, per Mail verschickt oder auch bei den Kindern zu Hause vorbei gebracht worden seien. Die Lehrkräfte seien zu Hause erreichbar und hätten begonnen, die Kinder systematisch zu Hause anzurufen, um den Kontakt aufrecht zu erhalten. Auch digitale Lernplattformen würden genutzt, so weit dies für Grundschüler sinnvoll erscheine und angesichts der Internetzugangsmöglichkeiten auf dem Land machbar sei.

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„Die Rückmeldungen, die ich bekomme, sind alle so, dass ich den Eindruck habe, die Kinder sind gut versorgt und fühlen sich aufgehoben“, schätzt Dierenbach die Lage ein. Dennoch ist er der Meinung, dass sich für manche Eltern die derzeitige Situation schwierig gestaltet. Er könne sich vorstellen, dass Einzelkinder zum Teil froh wären, wenn sie mehr mit ihren Schulkameraden zusammen wären und spielen könnten. Andererseits denkt er aber auch, dass es bei Geschwistern, die die ganze Zeit zu Hause sitzen, laut werden kann, was wiederum die Eltern stresst. „Schule ist zu einem erheblichen Teil auch Austausch, Kontakt, und gerade das bleibt momentan auf der Strecke“, weiß der Schulleiter. Er hat den Eindruck, dass sich die Eltern vorbildlich an die vorgegebenen Versammlungsverbote halten.

Keine Notbetreuung nötig

Schule und Kindergarten stehen für eine Notbetreuung bereit, bislang sei diese jedoch für die Schule noch nicht notwendig geworden. Aber wie es in puncto Austausch und Kontakt langfristig für die Schüler weitergehen wird, ist noch vollkommen ungewiss. Die letzte Osterferienwoche sollte möglicherweise nähere Informationen bringen, hofft Dierenbach.

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Gerade Aktivitäten wie Wanderungen, Ausflüge, Klassenfahrten, aber auch die Abschlussfahrt der Viertklässler sowie deren Fahrradprüfung stehen momentan noch in den Sternen. Für letztere sollten die Schüler eigentlich mit dem Bus nach Bonndorf fahren. Im Moment bleibt für den Schulleiter nur die Hoffnung, dass sie je nach Ausweitung der aktuellen Maßnahmen wenigstens noch einen gemeinsamen Abschluss organisieren können, denn für sie endet im Sommer definitiv die Grundschulzeit.

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