Seit einigen Tagen hat der neue Hofladen von Ingrid Kaiser im Kaiserhof in Hierbach geöffnet. Damit endet ein gut zehnjähriges Provisorium.

War der bisherige Ladenraum im Hinterhof zwischen Haus und Stall niemandem aufgefallen, der nicht von seiner Existenz wusste, so hofft die Selbstvermarkterin nun, mit der Tür vorne direkt neben dem Hauseingang auch Wanderer und Laufkundschaft anlocken zu können.

„Vor 40 Jahren haben wir angefangen mit der Mutterkuhhaltung“, sagt Ingrid Kaisers Ehemann Eduard, der sich inzwischen aus dem Geschäft zurückgezogen und zur Ruhe gesetzt hat. Damals hatte die Bauersfamilie versucht, die Absetzer, also die jungen, schlachtreifen Rinder, in Vierteln oder Hälften zu verkaufen.

Da allerdings immer mehr kleinere, exklusivere Portionen nachgefragt und damit auch die nicht verkäuflichen Fleischanteile größer wurden, hatte Eduard Kaiser die Idee, Wurst selbst zu machen. Also wurden ein Schlacht- und ein Zerlegeraum, den EU-Vorschriften entsprechend, eingerichtet.

„Als dann der Biomarkt in Murg aufgemacht hat, haben wir angefangen, dort unsere Produkte anzubieten“, sagt Ingrid Kaiser; und zwar, noch bevor aus dem Mutterkuhberatungskreis die Idee der Vermarktung des Siegels Junges Weiderind aufkam, zu dessen Gründern auch die Kaisers zählten.

Zu dieser Zeit hatten die Kaisers bereits eine treue Stammkundschaft. Die Tendenz, zurück zum Ursprünglichen zu wollen, habe geholfen; davon ist Eduard Kaiser überzeugt.

Heute arbeiten die Kaisers mit gleichgesinnten Kollegen zusammen, bieten gegenseitig ihre Waren an. Der Bohrerhof in Feldkirch gehört ebenso dazu wie Betriebe aus der direkten Nachbarschaft. Außerdem ist der Kaiserhof auch bei den Wochenmärkten in Oberlauchringen und Laufenburg präsent.

Der Ausbau des Ökonomieteils zum neuen Hofladen hat sich hingezogen, nicht nur, weil die Familie für ihren Anteil an Eigenleistung entsprechend viel Zeit brauchte. Auch die Finanzen mussten stimmen.

Nun wollte Ingrid Kaiser mit der Eröffnung nicht noch länger warten, obwohl Corona-bedingt eine in Italien bestellte Theke noch nicht geliefert werden konnte und auch das geplante Eröffnungsfest nicht stattfinden kann.

„Ostern war für mich einfach jetzt das Ziel“, sagt sie, das Fest werde nachgeholt, vielleicht in Form eines Brunches. Mit der Teilnahme am Naturparkmarktbrunch im vergangenen Jahr habe die Familie gute Erfahrungen machen können.

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