Nochmals schwere Kost kündigte Bürgermeister Helmut Kaiser dem Gemeinderat und den Bürgern von Ibach in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres an. Aufgrund des jährlich eingefahrenen Defizits bei der Wasserversorgung nämlich sieht sich die Verwaltung gezwungen, den Wasserpreis anzuheben. Die Gemeinderatsmitglieder waren sich indes darüber einig, dass das hohe Gut Wasser auf jeden Fall die nötige Beachtung verdient, auch wenn dies einen Griff in den Geldbeutel beinhaltet.

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Gemeinderätin Christina Müller hob darauf ab, man habe sich schon früher darüber verständigt, dass die Wassergebühren nach und nach angehoben werden müssten, um die amtlicherseits geforderte Kostendeckung zu gewährleisten.

Der Grund

Außerdem erklärte Bürgermeister Helmut Kaiser auf Nachfrage aus dem Gremium, dass mit einer Gebührenerhöhung auch die Erhöhung der Fördermöglichkeiten für zukünftige Investitionen einhergehe, die diese Projekte im Grunde erst möglich machen. Beispielsweise sei die Erstellung eines umfassenden Wasserkonzeptes Voraussetzung für förderfähige Investitionen, die auch die Sanierung der Hochbehälter mit einschließen könnten, erläuterte er.

Die Erhöhung

Der Wasserpreis wurde zuletzt zum Januar 2019 angepasst. Dennoch war er bei Weitem nicht kostendeckend. Die allgemeinen Kosten wurden maßgeblich mitbestimmt durch Sanierungsmaßnahmen, etwa an den Quellfassungen oder durch Austausch von Schiebern im Rahmen von Straßensanierungsmaßnahmen.

Projekte

Hierdurch entstand der Gemeinde Ibach eine Unterdeckung im Fünfjahresschnitt von gut 14.000 Euro, im Jahr 2019 waren es sogar 40.500 Euro, die aus dem Gemeindehaushalt zugeschossen werden mussten. Weitere Straßensanierungen und damit auch der Austausch weiterer Schieber werden folgen, und auch die Hochbehälter bedürfen dringend einer Überholung, wie Gemeinderat Clemens Speicher betonte.

Die Entscheidung

Der Gemeinderat beschloss letztlich vornehmlich eine Erhöhung des verbrauchsunabhängigen Grundbeitrags, um Mitbürger mit höherem Wasserverbrauch, hauptsächlich die Landwirte, zu schonen. Allerdings deckt dies immer noch bei Weitem nicht das Defizit, weshalb man nicht umhinkam, auch den Kubikmeterpreis anzuheben. Der Grundpreis steigt demnach um 24 Euro pro Jahr, der Kubikmeterpreis für das Frischwasser um 40 Cent, beschloss das Gremium.