Das Problem der Schülerbeförderung rund um die Erweiterung der Freien Waldorfschule in Urberg hat breiten Raum in der Dachsberger Gemeinderatssitzung eingenommen. Im Mai hatte dazu bereits ein Treffen zwischen Vertretern der Gemeindeverwaltung, von Schule und Kindergarten, Planungsbüro sowie den Anwohnern stattgefunden.

Weitere Versammlung zur Klärung

Die harsche Kritik an der bestehenden Situation, die seitens der 32 anwesenden Anwohner geübt wurde, machte die mangelnde Kommunikation deutlich. Um sie zu verbessern, ist eine Folgeversammlung noch vor den Sommerferien geplant. Schulverein und Elternvertretung zeigten sich betroffen über die Zuspitzung der Situation, es wurde ein Verkehrslotsendienst eingerichtet, der für eine erste Entschärfung sorgen soll.

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Die Eltern der Kinder wünschen sich in erster Linie eine bessere Busanbindung, die wesentlich dazu beitragen könnte, das Verkehrsaufkommen in Urberg zu entzerren. Landratsamt und SBG sehen keinen Bedarf und argumentieren trotz des Grundrechts auf freie Schulwahl offenbar mit dem Hinweis, dass die Urberger Schule für Görwihl nicht die nächstgelegene Grundschule sei. Da sie bislang bei den zuständigen Ämtern und Institutionen kein Gehör fanden, planen die Eltern nun Aktionstage, an denen gezielt dazu aufgefordert wird, die Kinder mit dem Bus zur Schule zu schicken.

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So soll der dringende Bedarf belegt werden. Aufgrund der Schülerlisten habe man ermittelt, dass mindestens 60 Kinder den Schulbus von Görwihl aus über den südlichen Dachsberg zur Waldorfschule in Anspruch nehmen würden, sofern der Fahrplan und der Einsatz von Bussen an die Schulzeiten angepasst würden.

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Derzeit fährt ein Bus von Görwihl kommend Urberg an, der um 7.15 Uhr eintrifft, die Schule beginnt um 7.50 Uhr. Ein späterer, hauptsächlich von Realschülern und Kollegianern genutzter Bus, fährt nach St. Blasien und erreicht Urberg so spät, dass die Kinder kaum rechtzeitig zur Schule kommen.

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Bürgermeister Stephan Bücheler informierte darüber, dass mittlerweile seitens des Amtes für Wirtschaftsförderung und Nahverkehr eine nochmalige Prüfung der Situation zugesagt und der Einsatz eines weiteren Busses nach den Sommerferien in Aussicht gestellt wurde. Dieser sollte dann jedoch nicht als Doppelung des bereits vorhandenen eingesetzt werden, sondern mit an den Bedarf angepasster Anfahrt der Haltestellen sowie der Ankunftszeit.

Alternativen

Dass mit dem Einsatz eines Busses eine große Erleichterung einhergehen würde, sei allen Beteiligten klar geworden. Die Ausbaupläne der Schule, so die Befürchtung der Anwohner, würden die Situation weiter verschärfen. Dem hielt die Schule entgegen, die Bauarbeiten dienten nicht einem quantitativen Ausbau, sondern einer qualitativen Verbesserung der Unterrichtssituation. Anders sieht es mit dem Kindergarten aus, der zehn zusätzliche Plätze vorsieht. Die Anzahl der Elterntaxis soll reduziert werden, eventuell in Form eines Shuttlebetriebs. Angeregt wurde auch die Prüfung einer allen Kindern zugänglichen, quasi halbprivaten Lösung mit entsprechenden Umstiegsalternativen vom öffentlichen auf einen von Schule und Kindergarten organisierten Busverkehr.

Weitere Maßnahmen

Die Einführung sowohl einer zeitlich auf die Schulzeiten begrenzte als auch einer generell geltenden Tempo-30-Zone im Bereich „Zum Bildsteinfelsen“ wäre von Amts wegen möglich, nicht aber im Bereich „Vogelsang“. Als dringend erforderlich angesehen wurde zudem die Ausweisung weiterer Parkmöglichkeiten, gerade für Veranstaltungen. Hierfür ist die Schule aber auf die Unterstützung der Grundstückseigentümer angewiesen.