Wo sollen in naher Zukunft weitere Erdurnengräber angelegt werden? Mit dieser Frage hat sich der Gemeinderat bei einer Friedhofsbesichtigung am Montag befasst. Es folgte die erste öffentliche Sitzung des Gremiums nach einer längeren Pause in der Gemeindehalle, um die geltenden Abstandsregeln zur Coronavirus-Vorbeugung einhalten zu können.

Verlegung

Die ursprüngliche Planung hatte vorgesehen, die erste Reihe von Erdurnengräbern durch eine weitere parallel gelegene, näher in Richtung zur Hinterseite der Kirche hin zu erweitern. Da sich aber inzwischen gezeigt hatte, dass dieser Bereich im Winter oft durch vom Kirchendach herabfallenden Schnee bedeckt wird, schlug Bürgermeister Helmut Kaiser nun vor, ersatzweise eine zweite Erdurnengräberreihe parallel zur ersten in der Gegenrichtung, also zu den Erdgräbern hin, anzulegen.

15 neue Urnengräber

Die meisten der Erdgräber, die sich dort noch befinden, sind bereits abgelaufen, mit den Hinterbliebenen der noch weiter bestehenden Gräber sind bereits Gespräche geführt worden, so Kaiser. Sie seien einverstanden, dass die Gräber in die neu anzulegende Erdurnengräberreihe integriert werden. Auf diese Weise können 15 neue Erdurnengräber geschaffen werden, die laut einer von Kaiser vorgelegten Statistik für die kommenden rund sieben Jahre ausreichen sollten. Der Gemeinderat bewilligte die Vorgehensweise.

Recht üppig ausgefallen, wenngleich im Rahmen des Zulässigen, ist dieses noch recht junge Grab auf dem Ibacher Friedhof. Clemens Speicher regte an, die Gestaltungsvorschriften deshalb zu überdenken.
Recht üppig ausgefallen, wenngleich im Rahmen des Zulässigen, ist dieses noch recht junge Grab auf dem Ibacher Friedhof. Clemens Speicher regte an, die Gestaltungsvorschriften deshalb zu überdenken. | Bild: Karin Steinebrunner

Im Zuge der Friedhofsbesichtigung legten Bürgermeister Kaiser und Stellvertreter Clemens Speicher den Gemeinderäten nahe, sich ein verhältnismäßig junges Grab anzusehen, das recht üppig, wenngleich im Rahmen der bestehenden Vorschriften angelegt worden sei. Es sei zu überlegen, ob diese Vorschriften zukünftig vielleicht nochmals zu überdenken wären, zumal Christina Müller anmerkte, sowohl die Erdgräber als auch die bisherigen Erdurnengräber seien doch recht groß und sie sei mehrfach von Betroffenen darauf angesprochen worden, ob nicht eine kleinere Pflanzfläche auch ausreichend wäre.

Straßensanierung

Zu getroffenen Eilentscheidungen während der coronabedingten Sitzungspause vermeldete Bürgermeister Kaiser, dass unter Berücksichtigung einer Meinungsumfrage die Straßensanierungsmaßnahmen im Bereich „Hofrain“ und „Hochrütte“ an den günstigsten Bieter, die Firma Staller in Grafenhausen, vergeben worden waren sowie ein Vertrag mit dem Ingenieurbüro Mayer in Waldshut geschlossen wurde zur Erstellung der zugehörigen Durchführungsplanung. Der Baubeginn steht noch nicht fest. Er soll in Absprache mit einer Maßnahme in Wittenschwand erfolgen, die demselben Unternehmen zugesprochen wurde.

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Umso erfreulicher bewertet Kaiser die Initiative des neuen Besitzers der oberhalb der Gemeindehalle gelegenen Gewerbefläche. Hier soll ein 17 Mitarbeiter umfassender Gewerbebetrieb entstehen. Um die Produktion möglichst emissionsfrei und witterungsunabhängig zu gestalten, soll auf dem Areal neben dem bisherigen Bestand eine Montagehalle für Fahrzeugaufbauten entstehen, deren Bau der Gemeinderat zustimmte.

Um diese Halle aufstellen zu können, soll der entsprechende Bebauungsplan „Weid IIA“ angepasst werden, zunächst im vereinfachten Verfahren, längerfristig aber als Gesamtpaket, gemeinsam mit dem Bebauungsplan „Vorderes Feld“. Der eine Teil des Gebietes soll als Gewerbegebiet, der andere als eingeschränktes Gewerbegebiet ausgewiesen werden, um sowohl den Belangen des Unternehmens als auch denen der angrenzenden Wohnbebauung Rechnung zu tragen.

Aus Sicherheitsgründen plant der neue Eigentümer eine Einfriedung rund um das Grundstück. Er hat indes zugesichert, die bisher bei Veranstaltungen in der Gemeindehalle genutzten Parkplätze an Wochenenden auch weiterhin zur Verfügung stellen zu wollen.

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