Die Gemeinde Dachsberg hat die Vergabe eines Ehrenamtspreisesangeregt, der Gemeinderat beschloss dessen Einführung in seiner jüngsten Sitzung. Das Gemeindeleben Dachsbergs, so Bürgermeister Stephan Bücheler, sei wesentlich geprägt durch ehrenamtliche Tätigkeiten in Vereinen, Vereinigungen, Kirchen und im privaten Bereich. Diejenigen, die sich ehrenamtlich engagierten, verdienten Anerkennung, erklärte Bücheler weiter. Daher sollen zukünftig jährlich bis zu drei Personen oder Vereinigungen für ihr Engagement ausgezeichnet werden.

Die Preisträger müssen aus der Bürgerschaft heraus jeweils bis Ende Oktober vorgeschlagen worden sein, die Auswahl erfolgt dann durch den Gemeinderat. Die Preisverleihung soll im Rahmen des Neujahrsempfangs stattfinden, und zwar erstmals bereits beim Neujahrsempfang 2021. Kriterien für die Nominierung sind die Intensität des Ehrenamtes und die Wirkung in der Gemeinde.

Als Zielgruppe der zu Ehrenden eigens genannt werden junge Erwachsene, die sich über mindestens fünf Jahre ehrenamtlich eingebracht haben, ferner Personen mit langjähriger Vorstandstätigkeit in einem Verein oder außergewöhnlicher Einsatzbereitschaft bei Projekten. Ferner können auch Personen für ihr Gesamtlebenswerk geehrt werden. Den Preis können auch Vereine, Bürgergruppen und Institutionen erhalten. Die Auszeichnung für Personen besteht aus einer Anerkennungsurkunde und einem persönlichen Geschenk, Vereine erhalten anstelle des Geschenks einen finanziellen Beitrag für einen kameradschaftlichen Anlass.

Mit zwei Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat die Erteilung einer Ausnahmeerlaubnis für Außenstarts und -landungen eines Motorgleitschirms auf zwei in Richtung Happingen gelegenen Grundstücken in Wolpadingen. Die Genehmigung wird für eine namentlich genannte Person erteilt, für ein Fahrzeug und maximal 50 Flugbewegungen pro Jahr. Die Gemeinderäte schlugen eine für zwei Jahre geltende Genehmigung vor, wobei eine Verlängerung an die erneute Anhörung der Gemeinde gekoppelt werden soll. Bedenken wurden aus den Reihen der Gemeinderäte eingebracht bezüglich möglicher Ablenkung und damit Gefährdung von Autofahrern im Bereich der Starts und Landungen sowie bezüglich möglicher Folgeanträge weiterer Motorgleitschirmpiloten.

Genehmigt, aber mit einer deutlichen Rüge bezüglich der Vorgehensweise versehen, wurden zwei nachträglich eingereichte Bauanträge in Schwand und Schmalenberg, bei denen die Bauvorhabend bereits vor der Antragstellung umgesetzt wurden. Diese Vorgehensweise, so der Gemeinderat, dürfe unter keinen Umständen Schule machen.

Begrüßt hat der Gemeinderat hingegen den Plan der Eigentümer des „Klosterweiherhofs“, vier „Camping Pods“ als zusätzliche Übernachtungsplätze aufzustellen. Der geplante Stellplatz befindet sich zwar im FFH- und Vogelschutzgebiet, wurde aber bisher bereits als Kinderspielplatz genutzt, sodass keine Verschlechterung der Bedingungen zu erwarten sei. Die Pods, oder auch Hobbithäuschen in Holzbauweise, sollen jeweils zwei bis vier Schlafplätze beinhalten und lediglich mit Strom versorgt werden. Die Nutzung der sanitären Anlagen erfolgt über das Haupthaus. Als Erweiterung des ohnehin spärlichen gastronomischen Angebots der Gemeinde sieht der Gemeinderat in diesem Plan einen wünschenswerten Lückenschluss, zumal die Auslastung der neuen Treckingcamps in der näheren Umgebung deutlich zeige, dass hier weiterer Bedarf besteht.

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