Der Ibacher Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einer Erhöhung der Kurtaxe zugestimmt. Nachdem im Juli die Konus-Vertragsverlängerung beschlossen worden war, was gleichzeitig eine Gebührenerhöhung um fünf Cent beinhaltete, war bereits klar, dass die Kurtaxe würde angeglichen werden müssen. Diese war zuletzt Anfang 2017 auf 1,20 Euro angehoben worden. Aufgrund des Anstiegs der allgemeinen Kosten verdoppelte der Gemeinderat die ursprünglich von der Verwaltung vorgeschlagene Kurtaxenerhöhung um nunmehr 20 Cent auf den Betrag von 1,40 Euro.

Aufgrund der sich unter anderem aus den Kosten für Skilift, Loipenpflege und Halle, abzüglich einer Einwohnerpauschale, ergebenden Kalkulation hätte es eigentlich einer noch stärkeren Erhöhung bedurft. Die Pauschalkurtaxe für Zweitwohnungsinhaber wurde aus diesem Grund ebenfalls angehoben. Diese sind jedoch nicht konusberechtigt. Der Fremdenverkehr, so Bürgermeister Helmut Kaiser, weise immer ein ähnliches Defizit auf, bedingt etwa auch durch Reparaturarbeiten und Neugestaltungen im Bereich des ausgedehnten Wegenetzes der Gemeinde.

Die Ibacher Beherbergungsbetriebe sind alle konuspflichtig. Die Übernachtungszahlen sind im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Lockdowns letztlich um 15 Prozent zurückgegangen. Ein weit stärkerer Einbruch bei den Übernachtungszahlen war 2018 nach der Schließung des Hotels „Hirschen“ in Mutterslehen zu verzeichnen gewesen.

Inzwischen ist dieser aber durch Ausweitung und qualitative Verbesserungen im Bereich der privaten Vermieter, aber auch durch den verstärkten Trend zum Urlaub auf dem Land, wieder wettgemacht. Die Gemeinde Ibach verzeichnet zwischen 8000 und 9000 Übernachtungen im Jahr.