Nach zweijähriger Corona-bedingter Pause hat der Bezirks-Imkerverein Albtal wieder seine Hauptversammlung abgehalten. Die Vorsitzende Anita Böhler registrierte parallel zum Landesverband auch örtlich eine steigende Mitgliederzahl. Auf die Zahl der Bienenvölker hatte das Wetter einen großen Einfluss, nicht die Corona-Pandemie. Dies schreibt der Verein in einer Pressemitteilung.

Aktuell verzeichnet der Verein 54 Imker mit durchschnittlich je sechs Bienenvölkern. Auch Schriftführer Andreas Volk konstatierte für die Bienenzucht eine relative Unabhängigkeit von der Pandemie-Entwicklung, obwohl auch die Tätigkeiten des Bezirks-Imkervereins Albtal weitgehend eingeschränkt waren.

Angesprochen wurde kurz die Radiosendung, in der in der vergangenen Woche Anita Böhler zur Konkurrenz zwischen Wild- und Honigbienen befragt wurde. Anlass für diese Sendung war die Maßnahme, dass im Kanton Aargau inzwischen aus Angst vor einem zu starken Ungleichgewicht Honigbienen angemeldet werden müssen. In unseren Breiten allerdings, so Anita Böhler, sei keine Gefahr für den Bestand der Wildbiene gegeben.

Angesprochen hat hingegen das Mitglied Gerhard Nennemann, wie man neben der allgemeinen Sensibilisierung gegenüber bienenfreundlichen Gartenformen vor allem Kindern Bienen näherbringen könnte. Auch ein Angebot seitens des Vereins zur Diskussion aktueller Probleme, vornehmlich von Jungimkern, wurde gewünscht. Rolf Büchele wies auf die Einrichtung des Stammtischs hin, die zu diesem Zweck wiederbelebt werden sollte. Anita Böhler schlug außerdem unregelmäßige Imkertreffs vor, je nach der jahreszeitlichen Entwicklung. Auch Treffen an einem der Kreislehrbienenstände, verbunden mit speziellen Themen, sowie Standbegehungen seien nun wieder möglich. Im Sommer soll ein Grillnachmittag zum Gedankenaustausch beitragen, im Herbst könnte es einen Kameradschaftsabend geben.

  • Ehrungen: Anita Böhler war im April beim Badischen Imkertag für 50 Jahre Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt worden. Für 30 aktive Imkerjahre mit der Ehrennadel in Gold geehrt wurden Christoph Meythaler, Josef Brunner und in Abwesenheit Walter Böhler. Die Ehrennadel in Silber für 20 Jahre bekam Stefan Mayer zugesprochen, die in Bronze für zehn Jahre Hartmut Kaiser.
  • Rückblick: Der drei Jahre umfassende Rückblick belegte nach einem schwierigen Bienenjahr 2018 im Jahr 2019 zwar wenig Honig, dafür aber eine hohe Qualität. 2020 gab es eine kurze Periode, in der Waldhonig anfiel. Dass 2021 seit Jahrzehnten eines der schlechtesten Bienenjahre wurde, hatte nichts mit der Corona-Pandemie zu tun, umso mehr aber mit der extrem ungünstigen Witterung. Durch den Kälteeinbruch im Frühjahr mussten die Bienen gefüttert werden, der Milbenbefall war relativ hoch, etliche Imker hatten daher Anfang 2022 Völkerverluste zu beklagen.
  • Wahlen: Bei den regulär bereits im Jahr 2020 vorgesehenen und nun nachgeholten Wahlen wurden alle Amtsinhaber bestätig. Dies geschah nun für weitere zwei statt der regulären vier Jahre, um den regulären Turnus wieder aufzunehmen.