Nach Dachsberg hat nun auch Ibach in seiner jüngsten Gemeinderatssitzung eine Einwohnerversammlung zum Thema Mobilfunkausbau in der Gemeinde anberaumt. Sie wird am Montag, 26. Juli, um 19 Uhr in der Gemeindehalle in Ibach stattfinden. Die Tagesordnung ist im Wesentlichen der von Dachsberg angeglichen, worüber einige bei der Sitzung als Zuhörer anwesende Mobilfunkkritiker enttäuscht waren.

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Silka Neumeister hatte in der Frageviertelstunde zu Sitzungsbeginn eigens nochmals angemerkt, dass sie sich eine aus ihrer Sicht ausgewogenere Darlegung der unterschiedlichen Positionen wünsche. Mit dem Hinweis darauf, Corona habe deutlich gezeigt, dass auch Wissenschaft nicht gleich Wissenschaft sei, plädierte sie dafür, auch ernstzunehmende Kritiker, beispielsweise der amtlich bestätigten Richtwerte, in den Dialog mit einzubeziehen.

Fragen aus dem Publikum

Bürgermeister Helmut Kaiser entgegnete, ein Dialog sei durchaus erwünscht. Dieser könne durch Fragen aus dem Publikum im Anschluss an die Redebeiträge der Experten aufgenommen werden. Im Übrigen würden die Richtwerte auch dann gelten, wenn die Gemeinde sagen würde, sie glaube nicht an deren Richtigkeit. Daher sei eine Diskussion darüber im Grunde irrelevant.

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Nach jetzigem Stand der Corona-Bedingungen sind bei der Versammlung 70 Personen zugelassen. Um zu gewährleisten, dass alle interessierten Ibacher Bürger teilnehmen können, ist sie auf diese beschränkt. Ausnahmen können von der Verwaltung gewährt werden. Zur Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich und Redebeiträge aus dem Publikum sind auf drei Minuten beschränkt. Wenn nötig wird sich die Verwaltung um eine Onlineschaltung bemühen, diese müsste jedoch kostenpflichtig von einer Veranstaltungstechnik-Firma gebucht werden und soll daher nach Möglichkeit vermieden werden.

Ohne großen Spielraum bei der Entscheidungsfindung stimmte der Rat auch der Umstellung der vertraglichen Grundlagen für die Inanspruchnahme des kommunalen Rechenzentrums zu. Allerdings konnte durch detaillierte Untersuchung der Einzelposten die Kostensteigerung deutlich reduziert werden, wenngleich der hohe Pauschalbetrag die kleine Gemeinde natürlich vergleichsweise härter trifft als die größeren. Ebenfalls Kosten werden der Gemeinde durch die Umrüstung der Feuerwehr auf Digitalfunk entstehen. Da der Zuschuss noch dieses Jahr abgerechnet werden muss, wurde die Umrüstung für zwei Funkgeräte aktuell an die Firma KFT Selectric aus Ehningen für 6600 Euro vergeben.

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Zum Schluss informierte Bürgermeister Kaiser noch über die Durchführung der Kalkaktion auf den 281 Hektar Gemeindeweidflächen und dankte den beiden Gemeinderäten Michael Maier und Egon Kaiser für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Die Beiden haben eine Infostele für das Rathaus gestaltet, die den Touristen die Möglichkeit bieten soll, sich mit Prospektmaterial einzudecken. „Die originelle Umsetzung ist ein schöner, gelungener Blickfang direkt neben der Rathaustür, und sie erfährt bereits jetzt viel Zuspruch“, sagte Kaiser erfreut.

Die neue Stele am Ibacher Rathaus unterstützt aufgrund der geringen Öffnungszeiten die Touristen mit einer Auswahl an Prospektmaterial.
Die neue Stele am Ibacher Rathaus unterstützt aufgrund der geringen Öffnungszeiten die Touristen mit einer Auswahl an Prospektmaterial. | Bild: Karin Steinebrunner