Auch die offiziellen Nikolausfeiern auf dem Dachsberg und in Ibach sind in diesem Jahr ausgefallen, wie auch die traditionellen Adventsnachmittage für die Seniorinnen und Senioren. Aber die Ibacher Landfrauen ließen es sich nicht nehmen und haben, wie in den vergangenen Jahren auch, für die über 75-Jährigen der Gemeinde Ibach einen Adventsgruß aus Tannenreisig gebastelt und nach und nach verteilt.

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Und auch das Bürstenmuseum erstrahlt wieder als Adventskalender. Einen ganz besonderen Adventsgruß hat sich in diesem Jahr die Hierbacher Frauengemeinschaft als Ersatz für den Seniorenadvent einfallen lassen, und auch die Wittenschwander Frauen sind (beinahe) wie gewohnt tätig geworden.

Weihnachtskarte und ein Gläschen mit Honig

Neben dem kleinen Gesteck haben die rund 40 in Frage kommenden betagten Ibacher in diesem Jahr von den Landfrauen zudem noch eine Weihnachtskarte sowie ein Gläschen mit Honig aus Tannenschösslingen erhalten. Die Idee für die kleinen Honiggaben hatte eine Dachsbergerin, die diese gemeinsam mit ihrer sowohl in Ibach als auch in Dachsberg ansässigen Großfamilie auch gleich in die Tat umsetzte.

Die Hierbacher Frauen, die alle zwei Jahre den Adventsnachmittag in Dachsberg organisieren, haben beschlossen, ihren Senioren als Ersatz für den entgangenen Kaffeeplausch je eine kleine Linzertorte zu backen und mit einem kleinen Schwätzchen an der Haustür beim Verteilen auch zugleich für ein Wenig sozialen Kontakt zu sorgen. Dazu verteilten sie einen Kartengruß der Gemeinde, die ja den Adventsnachmittag sonst auch immer unterstützt hat.

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Besonders Alleinstehende berücksichtigt

Ausgegangen sind sie dabei, wie Martina Schäuble erklärte, von denjenigen Seniorinnen und Senioren, die in der Regel die Angebote für die Senioren auch nutzen, unabhängig vom aktuellen Alter. Besonders berücksichtigen wollten sie dabei Alleinstehende, die in Coronazeiten am wenigsten Kontakte nach außen haben dürften. Die Einwohnerlisten konnten sie aus Datenschutzgründen nicht zu Rate ziehen. Ersatzweise haben sie in den einzelnen Ortsteilen Personen ausfindig gemacht, die sich dort besonders gut auskennen, und diese gebeten, ihnen die entsprechenden Anwärter auf ein Törtchen mitzuteilen. Sollte aber dennoch jemand vergessen worden sein, wollen sie noch einige weitere Törtchen bereithalten und auf Nachfrage ausgeben.

Eine entsprechende Aktion am Palmsonntag, bei der Palmsträußchen verteilt und ebenfalls noch in der Kirche zum Mitnehmen bereitgehalten wurden, war sehr gut angenommen worden. Da auf dem Dachsberg bei ihrer Zählweise immerhin rund 200 Personen zusammenkommen und die Törtchen gerade die Größe haben, um jeweils einer Person den Nachmittagskaffee zu versüßen, sodass Ehepaare natürlich zwei Törtchen bekommen, werden die Hierbacher Frauen anders als die Ibacher mit dem Verteilen bis etwa Mitte Dezember warten.

Frauengemeinschaft backt Weihnachtsbrödle

Auch einen weiteren weihnachtlichen Leckerbissen müssen sich die Dachsberger nicht entgehen lassen, obwohl der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ausfällt. Die Frauengemeinschaft Wittenschwand, die auf diesem Markt sonst immer ihre beliebten Weihnachtsbrödle anbietet, deren Erlös dann einem sozialen Zweck zugute kommt, wird dennoch backen. Die Teller mit dem Gebäck konnten telefonisch bestellt werden.

Die Nachfrage war gut, um die 60 Bestellungen sind bei Ingrid Kaiser eingegangen, und dort können die Teller am 14. und 15. Dezember auch unter Einhaltung der Coronaregeln abgeholt werden.