Großartige Stimmung herrschte in der Dachsberghalle beim Zunftabend anlässlich des 33-jährigen Bestehens der Dachsberger Dachse. Ein tierisch verrücktes Geburtstagsfest hatte die Narrenzunft ihren Gästen versprochen, die kräftig zu dessen Gelingen beitrugen, indem sie sich als flotte Käfer, quietschgrüne Frösche oder gescheckte Kühe präsentierten. Aber auch Zebras, Giraffen und sonstiges exotisches Getier war zuhauf anwesend.

Der Zunftabend begann stilecht mit dem Einmarsch der Dachse. Nach der Begrüßung durch Zunftmeister Johannes Bücheler zettelten gleich ein paar frauenfastnachts-erprobte Besucherinnen eine kleine Polonaise zur Bühnen-Umbaupausenmusik von DJ Achim an. Bücheler hatte ein Programm mit Tanz, Akrobatik, Zauberei, Musik und einer geheimen Verlosung angekündigt. Den eifrig mitmachenden Gästen erklärte er auch die drei Stufen der Stimmungsrakete. Zum Einsatz kam diese gleich schon mal nach dem Auftritt der Frauengemeinschaft Wittenschwand, die den Dachsen mit einem zauberhaften Schwarzlicht-Gespenster-Geburtstags-Alptraumtanz gratulierten. Auch Martin Kaufmann, als nimmermüder Dachs mit seinen alljährlichen Fastnachtsbeiträgen bekannt, hatte etwas vorbereitet.

Zu seinem gereimten und mit einem kräftigen Schuss Selbstironie gewürzten Vortrag stieg er ins kalte Nass seiner ganz eigenen Bütt. Akrobatisch angereichert wurde das Programm durch die aufgeregten Hühner des TuS Dachsberg, die samt Fuchs und Jäger in ihrem Hühnerstall kopfüber, kreuz und quer und im Steilflug herumtollten. Die angekündigte geheime Verlosung entpuppte sich als Bestellung der Gewinner zu Jurymitgliedern bei der Mini-Playback-Show am Schmutzigen Dunschtig.

Eine ganze Reihe von Ehrungen stand an. Von Anfang an dabei war Rudolf Kunzelmann, der daher für 33 Jahre Mitgliedschaft geehrt werden konnte. Für mindestens 22 Jahre bei den Dachsen geehrt wurden: Claudia Böhler, Daniel Bücheler, Egon, Hartmut, Heike, Helmut und Melanie Kaiser, Martin Kaufmann und Markus Schlege. Für mindestens elf Jahre: David Albiez, Christoph und Marina Behringer, Johannes Bücheler, Manuel Denz, Christian Hierholzer, Florian und Jutta Stich sowie Claudius Zipfel. Neun junge Dachse, eine Hästrägerin und acht Musiker wurden durch die Narrentaufe in die Zunft aufgenommen. Den grandiosen Programmabschluss machte der Auftritt der Zunftmusik einschließlich gut 20 Ehemaliger, die als Überraschungsgäste mit ihren Instrumenten hinzukamen. Die Bühne war randvoll mit Blechbläsern, die gesamte Schlaginstrumentenbesetzung der Node Nueli hatte sich vor der Bühne platziert – die Partygäste tobten.