Die Trachtenkapelle Dachsberg hatte zur Instrumentenvorstellung in das neu renovierte Probenlokal im Gemeinschaftsraum Vogelbach eingeladen. Die Resonanz war mit zwei Interessenten zwar nicht gerade gewaltig, ein Brainstorming unter den Anwesenden zu weiteren möglichen Interessenten im gleiche Alter ergab indes, dass die Auswahl auf dem äußeren Dachsberg aktuell überhaupt recht beschränkt ist.

Dirigent Gerhard Behringer erklärte, den beiden anderen Ensembles, der Trachtenkapelle Ibach-Wittenschwand und dem Musikverein Urberg, gehe es mit der Musikerjugend ähnlich, weshalb sie schon daran gedacht hätten, zukünftig vielleicht eine gemeinsame Instrumentenvorstellung in der Grundschule anzubieten.

Immerhin waren die beiden mit ihren Müttern in den Probenraum gekommenen Kinder sehr interessiert an allen ihnen vorgeführten Instrumenten. Zur Freude der sechs jungen Trachtenkapellenmitglieder, die ihr jeweiliges Instrument auch kurz klanglich vorgestellt hatten, schafften es die beiden Neulinge auch sofort, jedem der angebotenen Instrumente – Trompete, Posaune, Flügelhorn, Tenorhorn, Flöte und Klarinette – Töne und kurze Tonkombinationen zu entlocken, die sich teilweise sogar schon recht melodisch anhörten.

„Wir brauchen dringend Nachwuchs“, erklärte Gerhard Behringer. In den vergangenen Jahren ist die Trachtenkapelle von der stolzen Zahl von 54 Mitgliedern auf aktuell noch 45 Instrumentalisten geschrumpft. „Im Schnitt verlassen uns pro Jahr zwei voll ausgebildete Musiker, meist aus beruflichen Gründen“, weiß Behringer zu berichten, sei es, dass ihnen mittlerweile die Zeit für ihr Hobby fehlt, sei es, weil sie dem Dachsberg ganz den Rücken kehren.

Die Ausbildung erfolgt bei der Trachtenkapelle Dachsberg im Verbund mit den Ensembles aus Hartschwand-Rotzingen, Görwihl, Oberwihl, Niederwihl und Strittmatt. Sie haben sich gemeinsam mit den Dachsbergern zu einer Ausbildungsgemeinschaft zusammengeschlossen, um den Jungmusikern eine optimale professionelle Ausbildung ermöglichen zu können. Das Instrument wird von der jeweiligen Kapelle gestellt, die wöchentliche Ausbildungsstunde erfolgt in Kleingruppen von möglichst drei bis fünf Kindern für eine monatliche Gebühr von derzeit 37 Euro.

Die beiden Interessenten hatten am Samstag die Qual der Wahl, hatten sie doch gleich auf allen Instrumenten ein Erfolgserlebnis verbuchen können. Beide wollen nach den Sommerferien mit der Ausbildung beginnen, und während Finja sich mit ziemlicher Sicherheit schon für die Querflöte entschieden hat, ist Phileas noch unentschlossen, welches Instrument es am Ende werden wird.

Vielleicht hilft aber auch bei der Entscheidungsfindung der Umstand, dass möglicherweise aus der vierköpfigen Gruppe, die momentan die musikalische Früherziehung der Trachtenkapelle besucht, bis zum Herbst das eine oder andere Gruppenmitglied sich ebenfalls zum Beginn einer Instrumentalausbildung entschließen kann. Dann könnte eine kleine Dachsberger Ausbildungsgruppe zustande kommen, deren Mitglieder sich untereinander schon kennen, was nach Behringers Erfahrungen der Motivation jedes Einzelnen immer sehr förderlich ist.

Unabhängig davon sind indes weitere Interessenten für die Ausbildung an einem Instrument jederzeit herzlich willkommen.

Weitere Informationen bei Dirigent Gerhard Behringer unter der Telefonnummer 07755/14 31 oder über das Internet der Trachtenkapelle (www.trachtenkapelle-dachsberg.de).