Rund 50 Ministranten aus der gesamten Seelsorgeeinheit St. Blasien haben sich zum Ministrantengottesdienst in der Pfarrkirche in Hierbach getroffen. Pfarrer Jan, Pater Singer und Pfarrer Ivan Hoyanic zelebrierten den Gottesdienst, den eine Musikgruppe, unter anderem mit Saxophonquartett, musikalisch mitgestaltete. Die liturgischen Farben des Kirchenjahres erläuterte Organisatorin Maria-Theresia Behringer, unterstützt von Pfarrer Jan sowie den Sprechern von Ministrantengruppen anhand einer Computerpräsentation anstelle der Predigt.

Die liturgischen Farben standen im Mittelpunkt des Ministrantengottesdienstes in Hierbach.
Die liturgischen Farben standen im Mittelpunkt des Ministrantengottesdienstes in Hierbach. | Bild: Karin Stöckl-Steinebrunner

Die aktuelle Farbe des Sonntags, so Pfarrer Jan, sei weiß, da Christus am letzten Sonntag des Kirchenjahres als König gefeiert werde. Weiß als Farbe der Freude, der Unschuld und der Vollkommenheit sei die Farbe Christi, auch die der Marienfeste, der Erzengel und der Hochfeste. Mit dem kommenden Sonntag, dem Ersten Advent, beginnen der Weihnachtsfestkreis und das neue Kirchenjahr mit der Farbe lila. Lila ist die Farbe der Besinnung, der Umkehr, der Buße und der Fastenzeit, aber auch die des Advents, und in der Seelsorgeeinheit hat Pfarrer Jan das mancherorts für Beerdigungen eingesetzte Schwarz ebenfalls durch Lila ersetzt.

Mit dem Sonntag nach Dreikönig endet der Weihnachtsfestkreis und die Farbe grün steht für die Zeit zwischen den großen Festkreisen. Sie bezeichnet den kirchlichen Alltag und steht für Hoffnung, Leben, Natur und Schöpfung. Der Osterfestkreis beginnt am Aschermittwoch mit der Fastenzeit als Vorbereitung auf Ostern wiederum mit lila. Palmsonntag als Beginn der Karwoche mit dem Einzug Jesu in Jerusalem, der Karfreitag, also Leiden, Kreuzigung und Tod Jesu, sowie Pfingsten gehören der Farbe rot. Der Gründonnerstag und das Osterfest, also die Auferstehung, und ebenso Christi Himmelfahrt sind wiederum weiß. Mit Pfingsten endet der Osterkreis. Grün signalisiert dann den Alltag. Eingebettet sind der Dreifaltigkeitssonntag, Fronleichnam und das Herz Jesu-Fest, die mit weiß gekennzeichnet werden.

Zum „Vater unser“ rief Pfarrer Jan alle Ministranten zu sich in den Altarraum und reichte nach dem Gebet jedem einzelnen die Hand zum Friedensgruß. Der Schlussapplaus der Gemeinde galt den vielen Ministranten, der Organisatorin des besonderen Gottesdienstes und der Musikgruppe dieses Tages sowie allen, die sich das Jahr über um die Ministranten kümmern, angefangen bei den Eltern. Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die Mitglieder des Gemeindeteams für alle Anwesenden einen Stehempfang vorbereitet.

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