Stolz verkündete Bürgermeister Helmut Kaiser im Rahmen der jüngsten Sitzung des Dachsberger Gemeinderates das Ergebnis der Breitbandaktion auf dem Dachsberg. 95 Prozent der Hauseigentümer haben einen Anschlussvertrag unterzeichnet.

Bürgermeister-Stellvertreter Daniel Bücheler hob den großen Einsatz der Verwaltungsmitarbeiter lobend hervor, der nicht unwesentlich zu diesem Erfolg beigetragen habe. Lediglich 27 der 538 Angefragten konnten sich letztlich nicht zum Anschließen bewegen lassen. Kaiser betonte nochmals seine Überzeugung, die bestmögliche Förderkulisse für Dachsberg erzielt zu haben. Nun hoffe er, auch die entsprechenden Firmen zu finden, um die Aufträge möglichst reibungslos vergeben zu können.

Sanierung des Schulhauses schreitet voran

Tatsächlich vergeben wurden dann die Aufträge zur energetischen Sanierung des Schulneubaus, in dem der Kindergarten zukünftig seinen Standort haben wird, nachdem die Sanierungsmaßnahmen im Altbau, wo nun ausschließlich die Schule ihr Domizil hat, weitgehend abgeschlossen sind.

Das dafür vorgesehene Budget von 350 000 Euro ist mittlerweile ausgeschöpft, wobei die Erneuerung der Beleuchtung, die Elektroinstallationen sowie die Verbesserung der Heizung darin nicht enthalten sind. Die zu erwartenden Neubaukosten belaufen sich bislang auf 147 500 Euro und sind damit durch das geplante Budget punktgenau abgedeckt.

Landratsamt mussnoch zustimmen

Vergeben wurden die Abbrucharbeiten von Decken und alter Wärmedämmung einschließlich Entsorgung (9522 Euro) an die Dachsberger Schreinerei Ebi, die anschließenden Zimmerarbeiten (32 830 Euro) an Holzbau Kaiser aus Wittenschwand sowie die Schreinerarbeiten (28 116 Euro) auch an die Firma Ebi. Beide Firmen waren auch bereits im Altbau tätig, und angesichts der vollen Terminkalender aller Handwerker ist die Gemeinde froh, deren Angebote erhalten zu haben, noch dazu zu verhältnismäßig stabilen Preisen.

Die Ausschreibung für die Glaserarbeiten steht noch aus, die Ausführung soll überwiegend in den Sommerferien erfolgen. Noch nicht abgeschlossen ist die Klärung mit dem Landratsamt bezüglich der Toilettenfrage. Vermutlich werden sowohl im Schul- wie auch im Kindergartenbereich zum Erhalt der Betriebserlaubnis Änderungen nötig.

Neues Verfahren für Straßensanierung

Im Bereich der Straßenunterhaltung will die Gemeinde ein neues Verfahren testen. Die verstärkt auftretenden relativ plötzlichen hohen Temperaturunterschiede im Winter setzen den Straßen immer mehr zu, mit den Sanierungen nachzukommen wird entsprechend schwieriger.

Daher soll neben der Großbaustelle Hierholz bei der Investition in kleinere dringliche Maßnahmen ein Dünnschichtasphaltbelag aufgebracht werden. Kaiser erklärte, trotz der relativ schlechten Prognose für die Lebensdauer von Sanierungen mit diesem Verfahren habe er in Ibach damit gute Erfahrungen gemacht.

Es wird hauptsächlich von zwei Spezialfirmen angewandt. Geplant ist die Sanierung der Verbindungsstraße Hierbach-Hierholz sowie der Schulstraße in Wittenschwand einschließlich der vorbereitenden Rissesanierung in Höhe von insgesamt 75 000 Euro.