Ibach hat bei rund 400 Einwohnern eine große Fläche und liegt in geschützter Natur – das macht es schwierig, die Gemeinde positiv zu entwickeln. Das wissen die Kandidaten, die sich auf der „Liste Ibach“ für den Gemeinderat bewerben. „Große Sprünge können wir nicht machen“, sagt Clemens Speicher. Aber wichtige Projekte könnten vorangetrieben und die Infrastruktur in Schuss gehalten werden.

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Besonders wichtig sei der Bau des Glasfasernetzes. Nicht nur Freiberufler oder Angestellte, die auch von zu Hause aus arbeiten, seien auf den schnellen Datentransfer angewiesen. Längst sei jeder Bereich davon abhängig, sagt Christina Müller. Urlauber fragten gleich nach dem Internetzugang, weiß sie. Ihre bürokratischen Pflichten könnten auch Landwirte nur noch so erfüllen, weiß Markus Schmid. Der Bau des kommunalen Glasfasernetzes laufe bereits, der neue Gemeinderat müsse darauf achten, dass es zügig vorangehe.

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Ebenso notwendig seien Bauplätze, Wohnungen und andere Einrichtungen, die Ibach zu einer lebenswerten Gemeinde machen – neben der Natur, die für den Tourismus bedeutsam ist. Die Gemeinde müsse jungen Familien die Möglichkeit bieten, ein Eigenheim zu bauen. Der Verkauf von Grundstücken sei wichtig für den Gemeindehaushalt, sagte Speicher. Der Erlös eines jüngst verkauften Grundstücks werde für die Finanzierung des Breitbandnetzes benötigt, ergänzt er.

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Viel Raum für neue Bauplätze gebe es nicht – nur gegenüber der Gemeindehalle besitze die Kommune geeignete Grundstücke. Etliche Wohnungen und Häuser würden leer stehen – wie bei anderen Herausforderungen könne die Gemeinde nur im Gespräch eine Lösung finden. „Der Naturschutz ist oft eine sehr große Hürde“, fügen die Bewerber hinzu. Dieser stelle auch bei einem wichtigen unternehmerischen Projekt die größte Schwierigkeit dar: Ein regionales Unternehmen will die Ibacher Säge ausbauen, ein Zentrum für die Verarbeitung von Weißtanne solle entstehen. Das sei auch Umweltschutz, wenn Holz nicht über weite Strecken transportiert werden müsse und Arbeitsplätze vor Ort geschaffen würden, sagt Christina Müller.

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Der Altersdurchschnitt der Bürger mache Ibach zur ältesten Gemeinde im Landkreis, sagt Speicher. Umso wichtiger sei es, gute Rahmenbedingungen für Betriebe, jüngere Menschen und Familien zu schaffen und zu erhalten. Zu diesen Bedingungen gehörten auch der Erhalt der Grundschule Dachsberg-Ibach und des Skilifts. Dieser sei für einheimische Kinder und Jugendliche, aber auch für Urlauber wichtig.

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Ebenfalls wichtig sei es, die Vereine zu unterstützen, denn sie seien „eine Säule, die die Gemeinde trägt“. Viel Geld habe die Kommune dafür nicht, aber zum Beispiel Räume oder der Skilift könnten bereitgestellt oder gefördert werden. Die Tourismusförderung sei für Ibach zentral, dazu gehöre die Offenhaltung der Landschaft. Die Unterstützung der Landwirtschaft müsse die Gemeinde fest im Blick behalten.

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Ohne Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden könnte Ibach vieles nicht schaffen, sind die Kandidaten überzeugt. Dachsberg sei ein wichtiger Partner in der Verwaltung, der Tourismus könne nur im Verbund angekurbelt werden. Eine gemeinsame Liste sei demokratischer als eine Vielzahl von Listen, sagen die Kandidaten. Allerdings berge sie die Gefahr, den Kontakt zu den Parteien in Stuttgart oder Berlin zu verlieren, die bei Zuschüssen helfen könnten – ohne Fördergelder könne Ibach nur wenig ausrichten.