Rechner Michael Denz konnte den Gemeinderäten einen gegenüber dem Ansatz um knapp 160 000 Euro günstigeren Haushaltsabschluss 2016 präsentieren. Damit wurde eine Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 145 160 Euro möglich, hauptsächlich bedingt durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer und den Schlüsselzuweisungen.

Zum Ausgleich des Vermögenshaushalts erfolgte zudem eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von 106 116 Euro. Diese wird im Wesentlichen für die noch nicht verkauften Bauplätze im Neubaugebiet Hölzle benötigt. Für dessen Erschließung gab die Gemeinde 2016 knapp 290 000 Euro aus.

Der Haushaltsentwurf für das Jahr 2018 kommt im Wesentlichen mit denselben Ansätzen aus wie im Vorjahr. Lediglich bei den Personalausgaben wurde eine tarifliche Steigerungsrate von 2,4 Prozent einberechnet, für die in die Jahre gekommene Fassade des Rathauses sowie für Sanierungsmaßnahmen in den Gebäuden der Gemeinde in Vogelbach und Urberg zusätzliche Unterhaltungskosten eingeplant. Als Vorbereitung auf die Umstellung des Haushalts auf das neue Rechnungssystem Doppik im Jahr 2019 wurden Kosten für Aus- und Fortbildung sowie für die Datenverarbeitung angesetzt.

Der Kindergarten soll ab September 2018 eine dritte Gruppe erhalten, bedingt durch die steigende Kinderzahl und den steigenden Bedarf bei den Plätzen für unter Dreijährige. Hierfür wurden Mehrkosten in Höhe von 30 000 Euro veranschlagt.

Aufgrund der derzeit absehbaren höheren Gewerbesteuereinnahmen für 2017 konnte eine Zuführung zum Vermögenshaushalt für 2018 in Höhe von 12 000 Euro eingeplant werden. Im Vermögenshaushalt nimmt die Breitbandversorgung den größten Posten ein. Durch die Zuweisungen und Zuschüsse vom Land sowie die für die Anschlüsse geplanten Beiträge sind 3,38 Millionen der prognostizierten Kosten von 4,6 Millionen abgedeckt, sodass für 2019 ein Restbetrag von etwas mehr als 1,2 Millionen zu erwirtschaften bliebe.

Bürgermeisterstellvertreter Daniel Bücheler lobte die Finanzierung des Breitbandausbaus und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich ein Unternehmen finden lassen wird, das die Arbeiten zügig zu leisten in der Lage sein sollte. Dies auch vor dem Hintergrund der in jüngster Zeit wieder als großes Ärgernis empfundenen Ausfälle des Telefonnetzes in Wittenschwand. Bürgermeister Kaiser appellierte an Betroffene, sich bei der Verwaltung zu melden, um dieser eine bessere Basis für etwaige Benachrichtigungen der Bundesnetzagentur zu liefern.

Die Vereinszuwendungen werden weiterhin in derselben Höhe gewährt wie bisher. Bürgermeister Helmut Kaiser merkte dazu an, dass sich inzwischen so manche Gemeinde bereits von solchen Zuwendungen völlig verabschiedet habe. Aus seiner Sicht sei die Leistung der Vereine indes weitaus höher zu bewerten als mit diesem vergleichsweise geringen Zuschuss, der, wiewohl er auch im Haushalt erwirtschaftet werden müsse, eigentlich mehr eine symbolische Geste darstelle, die es zu erhalten gelte.