Zum 25-jährigen Bestehen der Verschwisterung zwischen Dachsberg und St. Jean de Sixt war eine größere Gruppe nach Frankreich gefahren, mit einem Dachs als Geschenk und viel Musik im Gepäck. „Es war anstrengend, aber schön“, verkündete Bürgermeister Helmut Kaiser nach der Rückkehr begeistert.

Eine Gruppe von 35 Dachsbergern hatte sich am Samstag in aller Frühe auf den Weg gemacht, unter ihnen außer dem Bürgermeister mehrere Gemeinderäte sowie eine Abordnung der Trachtenkapelle Dachsberg, der sich weitere Musiker des Musikvereins Urberg anschlossen. Mit nur leichter Verspätung war man mittags in der Partnergemeinde St. Jean de Sixt angekommen und dort vom Verschwisterungskomitee sowie Gemeindevertretern und Freunden herzlich in Empfang genommen worden. Am Nachmittag stand eine Wanderung auf dem Programm, am Abend gaben dann die Gäste vom Dachsberg zunächst unter freiem Himmel ein einstündiges Konzert, gefolgt von einem Unterhaltungsabend der Gastgeber. Hierzu gehörte die Präsentation eines neu gegründeten Chores, gefolgt von moderner Tanzmusik und einem Feuerwerk.

Der Sonntag begann dann mit einem Gottesdienst im Rahmen des Kirchenfestes von Johannes dem Täufer, und danach spielte auf dem Festplatz die Musikkapelle von St. Jean de Sixt auf. Auch die Trachtenkapelle trug einige Stücke vor, und den Abschluss bildete der Gesamtchor aller Musiker, der unter anderem die Europahymne intonierte.

Bei der anschließenden Partnerschaftsfeier übergaben beide Partner Geschenke. Dachsberg erhielt von St. Jean eine Glocke, während die Dachsberger als Gastgeschenk einen Dachs überreichten. In den Reden zum 25-Jährigen wurde die Bedeutung Europas hervorgehoben.

Der Feier schloss sich der für St. Jean typische Umzug an, bei dem rund zehn kostümierte Gruppen durch die Straßen zogen, begleitet von den Klängen der Musikkapellen. Für die Dachsberger war als Kostümvorschlag Athleten ausgegeben worden. Alle waren mit viel Spaß dabei, wobei Helmut Kaiser mit Freude bemerkte, dass auf französischer Seite eine große Zahl an jungen Leuten sich der Verschwisterung angeschlossen hat. Mit einstündiger Verspätung machten sich am Abend die Dachsberger glücklich über die schöne Begegnung wieder auf den Heimweg.