Dachsberg (kss) Beim traditionellen Jahresabschluss der CDU Dachsberg-Ibach begrüßte der Vorsitzende Friedrich Bücheler auch die Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller. Als Zweitkandidatin und somit Nachrückerin für den in den Bundestag gewählten Felix Schreiner wurde sie am 25. Oktober verpflichtet. Die CDU Dachsberg-Ibach gehört somit im quasi verwaisten Wahlkreis – für den der Grüne Reinhold Pix im Landtag sitzt – zu ihrem Betreuungswahlkreis hinzu.

In Memmingen geboren, zog Sabine Hartmann-Müller nach Jahren im Raum Stuttgart vor 28 Jahren nach Rheinfelden-Herten, war in Rheinfelden knapp 20 Jahre lang im Gemeinderat und ist seit sieben Jahren Ortsvorsteherin in Herten. Zumindest für dieses Jahr möchte sie die Doppelfunktion als Ortsvorsteherin und Landtagsabgeordnete wahrnehmen.

Sie habe sich dem Verkehrs- und Sozialausschuss angeschlossen, da diese Themenbereiche für die Region von großer Bedeutung seien, beim Verkehr etwa die Sperrung der Albtalstraße. Im sozialen Bereich lägen ihr in erster Linie natürlich die große Behinderteneinrichtung in Herten und die Krankenhausversorgung in der Region am Herzen.

Von ihrem Wahlkreisbüro in Tiengen aus habe sie vor, im nächsten halben Jahr die Wahlkreisgemeinden aufzusuchen, um zu erfahren, wo der Schuh drücke mit dem Ziel, die Sorgen und Nöte der Region in Stuttgart kompetent einbringen zu können. Hier knüpften Bücheler und Bürgermeister Kaiser gleich an, indem sie als großes Problem vor Ort den fehlenden Flächenausgleich benannten, der überall negativ zu Buche schlage, sei es bei der Erhaltung des weitgestreckten Straßennetzes, zu dem ganz aktuell natürlich auch der Winterdienst gehöre, sei es bei der Breitbandversorgung. Sogar im Gesundheitsbereich, beispielsweise beim Patientenaufkommen in Krankenhäusern, sehe er, so Kaiser, die Notwendigkeit einer flexibleren Handhabung im ländlichen Raum. Er kämpfe politisch schon jahrelang vergeblich für eine Sensibilisierung in Sachen Flächenkomponente.

Bei seinem Rückblick auf 2017 hatte Friedrich Bücheler neben seinem Dank für alle Helfer im Rahmen der Bundestagswahl einige Termine genannt, unter anderem die Wanderung der Ortsgruppe über eine Teilstrecke des neuen Albsteigs im Vorfeld der offiziellen Eröffnung sowie die Feier zum 50-jährigen Bestehen, zu dem Schriftführer Werner Zehetner in Eigenregie eine Jubiläumsschrift herausgegeben habe. Nicht unerwähnt ließ Bücheler auch die „wilde Gründungsversammlung“ des Ortsverbandes, die eigentlich als Termin zu Problemen der Höhenlandwirtschaft begonnen hatte und bei der neben dem Vorsitzenden Gottfried Mutter ein Vize gewählt worden war, der nie CDU-Mitglied wurde. Seither, so Bücheler, habe sich der Ortsverband indes prächtig entwickelt. Beim Festakt im vergangenen Jahr konnte gar eine eigene Musikkapelle aufgeboten werden.

Als Vorschau legte Bücheler den Anwesenden die Sorge um die Vorbereitung zu den Gemeinderatswahlen 2019 ans Herz. Angeregt wurden auch die Besichtigung des Kindergartens nach Abschluss der Sanierung sowie eine Veranstaltung zur Umsetzung des Breitbandausbaus.