Großer Andrang herrschte beim ersten Neujahrsempfang der Gemeinde Dachsberg im Rathaus in Wittenschwand, zu dem Bürgermeister Stephan Bücheler eingeladen hatte. Nach einem Musikstück des Musikvereins Urberg zur Einstimmung ließ Bücheler in einem straff gefassten, rund halbstündigen Vortrag das vergangene Jahr Revue passieren und fügte hier und da einen knappen Ausblick auf das kommende ein, bevor er mit allen Anwesenden auf das neue Jahr anstieß.

  • Kommunalpolitik: Büchelers Rückblick begann mit seiner eigenen Wahl am 27. Januar, die er mit 97,5 Prozent aller abgegebenen Stimmen für sich verbuchen konnte, bei einer Wahlbeteiligung von 58,7 Prozent. Ende März war dann sein Vorgänger Helmut Kaiser mit einem großen Fest in der Dachsberghalle verabschiedet worden, wobei er unter anderem auch die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde verliehen bekam. Die Vereidigung Büchelers am 3. April hatte nach sich gezogen, dass noch nach altem Recht sein Bruder Daniel aus dem Gemeinderat ausscheiden musste. Für ihn rückte bis zur Gemeinderatswahl am 26. Mai Thomas Muchenberger nach. Erstmals hatte Dachsberg bei der Kommunalwahl eine Einheitsliste mit 19 Kandidaten aufgestellt. Aus der Wahl gingen bei einer Wahlbeteiligung von 72 Prozent fünf neue Gemeinderäte hervor. Das Gremium hat sich damit wesentlich verjüngt, gleichzeitig ist Willi Büchele mit 25 Jahren im Amt der dienstälteste Gemeinderat, der alle bisherigen Dachsberger Bürgermeister in Aktion erlebt hat.
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  • Interkommunale Zusammenarbeit: Im Bereich der Interkommunalen Zusammenarbeit wurde die Verbindung der Bauhöfe von Dachsberg und Ibach weiter gefestigt, die IKZ Dachsberg und der Zweckverband des Landkreises kümmern sich um den Breitbandausbau, der im Dezember in die Winterpause ging und im Frühjahr zügig weitergeführt werden soll. Nach umfassenden Sanierungsarbeiten konnten Grundschule und Kindergarten am Tag der offenen Tür das Ergebnis präsentieren.
  • Straßensanierung: Als Flächengemeinde mit einem Wegenetz von insgesamt 260 Kilometern hat Dachsberg ein fortlaufendes Straßensanierungsprogramm zu bewältigen. Die umfangreichen Arbeiten in Hierholz konnten 2019 zu weiten Teilen abgeschlossen werden. Im laufenden Jahr stehen Rathausstraße und Kapellenstraße in Wittenschwand auf der Agenda, von den prognostizierten 475.000 Euro Gesamtkosten wurden Zuschüsse in Höhe von 400.000 Euro bewilligt.
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  • Bauleitplanung: In Sachen Bauleitplanung konnte Bürgermeister Bücheler die Bebauungsplanänderungen in Schmalenberg und Horbach vermelden. Die Erschließung des neuen Baugebietes Hölzle 2 in Wittenschwand wird im Frühjahr stattfinden, so dass Bauinteressenten im Herbst mit der Bebauung beginnen könnten.
  • Partnerschaft mit Frankreich: Die rege Partnerschaft zwischen Dachsberg und Saint Jean de Sixt konnte im Jahr 2019 ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Vom 21. bis 24. Mai dieses Jahres wird eine Radtour vom Schwarzwald nach Frankreich führen, Anmeldungen hierfür sind noch bis zum 20. Januar möglich. Auch Helfer, die die Radfahrer auf ihrer Tour unterstützend begleiten, sind noch willkommen.
  • Historischen neu belebt: Dank der Initiative von Einungsmeister Norbert Schäuble konnte am alten Rathaus in Wolpadingen eine Einungstanne aufgemalt werden, ein Zeichen erster demokratischer Verwaltungsstrukturen in der Geschichte der Region. Das alte Köhlerhandwerk, seit Jahren von einer aktiven Köhlergruppe auf dem Dachsberg gepflegt, wurde durch Köhlermeister Karl Stoll auch in die Schulen getragen. Gemeinsam mit Klassen der Grundschule und auch der Freien Waldorfschule betrieb Stoll im vergangenen Jahr kleinere Kohlenmeiler. In diesem Jahr konnte für den Brauchtumssonntag der traditionellen Kohlenmeilertage im Sommer der Naturpark als Partner gewonnen werden.
  • Ehrenamt in der Gemeinde: Das Ehrenamt wird mit viel bürgerschaftlichem Engagement auf dem Dachsberg hochgehalten. 26 Vereine zählt die kleine Gemeinde. Im vergangenen Jahr konnte die Trachtenkapelle ihr 100-jähriges Bestehen feiern, der Natur- und Wanderverein kümmerte sich um die Sanierung des maroden Daches der Horbacher Moorhütte, und der Goldenhofverein hat mit dem Zeidler-Pfad eine neue Attraktion auf dem Albsteig eingerichtet.