320 Kilometer Trasse, rund 10 000 anzuschließende Haushalte – das Projekt Glasfasernetzausbau in Gemeinden der Region ist riesig. Derzeit informieren die Mitgliedsgemeinden der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) Dachsberg ihre Bürgen über den aktuellen Stand des Vorhabens, auch das mit dem Bau beauftragte Unternehmen stellt sich jeweils vor Ort vor. In allen acht IKZ-Gemeinden werden die Baustellen am 2. September eingerichtet und am 9. September starten die Arbeiten.

Viele Bürger aus Dachsberg und Ibach waren am Mittwochabend zur gemeinsamen Veranstaltung in die Dachsberghalle gekommen. Ausführlich waren die Ausführungen der Gemeindeverwaltung und des Projektleiters – und im Anschluss suchten die Bürger das Gespräch mit den Fachleuten und begutachteten die Technik, die zum Einsatz kommen soll.

POP-Gebäude in Wittenschwand

Lange haben die Vorbereitungen für den Bau der Glasfaserortsnetze gedauert, nun werde man endlich etwas sehen, sagten Dachsbergs Bürgermeister Stephan Bücheler und sein Ibacher Kollege Helmut Kaiser. Das POP-Gebäude (Übergabepunkt zwischen Backbonenetz des Landkreises und Ortsnetz) für beide Gemeinden werde Anfang Oktober in Wittenschwand aufgestellt, sagte Bücheler.

Projektleiter Domenico Arslan vom Unternehmen Stark Energies war ein gefragter Gesprächspartner.
Projektleiter Domenico Arslan vom Unternehmen Stark Energies war ein gefragter Gesprächspartner. | Bild: Sebastian Barthmes

Nach dem Baustart sollen die Arbeiten in allen Gemeinden gleichzeitig zügig vorangehen, die Fertigstellung sei für Mitte 2022 vertraglich vom Netzbauunternehmen Stark Energies aus Ludwigsburg zugesagt worden. Allerdings sollen die Ortsnetze möglichst abschnittsweise auch früher in Betrieb gehen, sobald das Signal über das Backbonenetz zur Verfügung steht, erläuterte Bücheler.

Arbeiten verlaufen parallel

Wie das Unternehmen Stark Energies vorgehen wird, erläuterte dessen Projektleiter Domenico Arslan. Mit je einer Kolonne werde man in allen acht IKZ-Gemeinden gleichzeitig mit der Arbeit loslegen. Meist werde eine Kabelfräse zum Einsatz kommen, manchmal werde ein Kabelpflug und selten ein Bagger benötigt werden. Bis zu zwei Tage müsse ein Straßenabschnitt von etwa 200 Metern gesperrt werden, um das Kabel in die Straße einzubauen und den Straßenbelag wieder fachgerecht zu schließen.

Hausanschluss separat

Das Ortsnetz wird bis einen Meter auf das private Grundstück gebaut, von dort bis zum Haus muss das Leerrohr von den Hauseigentümern oder in deren Auftrag von einem Unternehmen verlegt werden. Das Ludwigsburger Unternehmen bietet an, diesen Hausanschluss gleich mit zu erledigen.

Dazu sollen alle Hauseigentümer, die einen Anschlussvertrag mit den Kommunen geschlossen haben, demnächst einen Bestellzettel erhalten. Bis zum 19. September sollen diese Bestellungen dann bei Stark Energies eingehen. Kurz bevor das Glasfaserkabel verlegt wird, werde der Bauleiter mit den Eigentümern die notwendigen Arbeiten besprechen.

Das Ortsnetz und die Verantwortung der Gemeinde enden am Übergabegerät im Keller. Die Installation im Haus (zum Beispiel kann das Glasfaserkabel bis in jede Wohnung verlegt werden) sollten dafür zertifizierte Fachbetriebe (sie werden von den Gemeinden veröffentlicht) übernehmen, sagte Stephan Bücheler.

Info-Veranstaltungen: Höchenschwand: Montag, 22. Juli, 19.30 Uhr, Haus des Gastes (Großer Saal). St. Blasien: Donnerstag, 25. Juli, 19 Uhr, Haus des Gastes (Eberle-Saal).