Totaler Stillstand hatte im Ewattinger Kindergarten auch während der coronabedingten Schließung nicht geherrscht. So gab es zwei Notbetreuungsgruppen, eine für die Kindergartenkinder eine zweite für die Krippenkinder. Für jede Gruppe stand eine feste Erzieherin zur Verfügung, erläuterte Christina Frank.

Reduzierter Regelbetrieb

Am kommenden Montag startet der Kindergarten dann in den reduzierten Regelbetrieb. Maximal 50 Prozent der Kinder einer Gruppe dürfen gleichzeitig in den Kindergarten kommen. Da der Bedarf aber die maximal erlaubten zwölf Kinder in einer Gruppe übersteigt, will man auch im St. Josefskindergarten ein rollierendes System praktizieren.

Kreative Tätigkeit zu Hause: Die Kinder durften Steine bemalen.
Kreative Tätigkeit zu Hause: Die Kinder durften Steine bemalen. | Bild: Juliane Kühnemund

Im Zwei-Tages-Rhythmus wechseln die Kinder, auf diese Art und Weise kann gewährleistet werden, dass all jene Kinder, deren Eltern einen Bedarf angemeldet haben, wenigsten zeitweise betreut werden können. Das Angebot nehmen nicht alle Eltern in Anspruch, ergänzte die Kindergartenleiterin. An den Öffnungszeiten des Kindergartens, 7.30 bis 13 Uhr, ändert sich nichts.

Erzieherinnen tragen Mundschutz

Was die Hygienestandards betrifft, hat der Kindergarten die empfohlenen Maßnahmen ergriffen. Die Erzieherinnen werden Mundschutz tragen, es gibt ein Leitsystem, Eltern dürfen die Kinder nur bis zum Eingang bringen, dort werden sie von den Erzieherinnen abgeholt, und jedes Kind muss sein eigenes Essen mitbringen – um nur einige der Maßnahmen zu nennen.

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Wie Christina Frank weiter ausführte, war das Kindergartenpersonal auch in der Corona-Zeit tatkräftig an der Arbeit. Die Zeit des fast leerstehenden Gebäudes (es waren nur die Notbetreuungsgruppen da) wurde von den Erzieherinnen für diverse konzeptionelle Ausarbeitungen, Putz-und Ausbesserungsarbeiten genutzt. So wird im Kindergarten Ewattingen viel geputzt, gegärtnert oder auch Büroarbeit gemacht. Die Erzieherinnen versuchten, diese Zeit so konstruktiv wie möglich zu nutzen. Beispielsweise wurde der Garten neu und ansprechender gestaltet. Es wurde eine neue Balancierschlange gemalt, gejätet und das Blumen- und Kräutergartenbeet gepflegt, sodass die Kinder beim Wiedereinstieg am Montag neue Impulse haben. Ferner wurden neue Konzepte erarbeitet.

Bei der Notbetreuung wurde nach den Worten der Kindergartenleiterin darauf geachtet, dass bei gutem Wetter viel draußen gespielt werden konnte. Den Kindern wurde der Alltag unter den außergewöhnlichen Bedingungen so angenehm wie möglich gestaltet. Die Erzieherinnen standen den Eltern als Ansprechpartner zur Verfügung, es fanden Elterngespräche über das Telefon statt.

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Außerdem wurde auch an die Kinder, die zu Hause bleiben mussten, gedacht. Jeden Tag bekamen die Eltern über die Kita-Info-App ein kleines Angebot, welches mit den Kindern durchgeführt werden konnte. Es wurden musikalische, kreative oder hauswirtschaftliche Angebote verschickt.

So hat beispielsweise jedes Kind einen bemalten Stein vor den Kindergarten gelegt, um so diese Zeit positiv und motivierend zu gestalten. Es kamen viele tolle Ergebnisse an. Ferner fertigten die Kinder zu Hause Lattenmännchen an, die dann an den Kindergartenzaun gehängt werden.

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