Die Landesregierung hat den Takt vorgegeben – ab Mittwoch, 16. Dezember, müssen Schulen und Kindertagesstätten schließen. Es wird bis 10. Januar auch im BZB kein verpflichtender Präsenzunterricht mehr angeboten. Die Stadtverwaltung bereitet sich auf die Schließung der städtischen Kindergärten vor.

Für die Klassenstufen 1 bis 7, potentiell rund 500 Schüler des BZB, wird nach Auskunft von Rektor Felix Lehr auf Anfrage eine Notbetreuung von der ersten bis zur sechsten Unterrichtsstunde eingerichtet. Abgefragt worden sei bei den Eltern der Bedarf. Schülergruppen und betreuende Lehrkräfte seien festgelegt worden. Parallel hierzu wurden die Schüleraufgaben vorbereitet. Beide BZB-Mensen – das Logofit und die Grundschulmensa – bleiben ab 16. Dezember geschlossen.

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  • Realschule: Für den Fernlernunterricht der Klassen 9 d und 10 a bis d – insgesamt 128 Schüler – seien neue Stundenpläne für eine Fernlernwoche vorbereitet worden. Felix Lehr zeigte sich erleichtert, dass die Schulverwaltung auf die seit März gemachten Erfahrungen, die vorbereiteten Konzepte sowie eine gute digitale Infrastruktur habe zurückgreifen können.

Schüler der Notbetreuung (Realschulklassenstufen 5 bis 7) erhalten die gleichen Aufgaben wie diejenigen, die zu Hause bleiben und die diese Aufgaben freiwillig bearbeiten. Für die Betreuung werden tageweise Lehrkräfte des Kollegiums zugewiesen, vorwiegend diejenigen, die nicht im Fernunterricht gebunden sind. Er gehe von einer Gruppengröße von maximal 15 zu betreuenden Schülern aus, so der Rektor. Das Raumangebot sei absolut ausreichend.

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Für die Klassenstufe 8 ist keine Notbetreuung vorgesehen. Für diese Schüler beginnen die Weihnachtsferien am morgigen Mittwoch. Es gelte, dass Jahrgangsstufen nicht durchmischt werden und auf Klassentrennung geachtet werde, befindet Felix Lehr weiter.

  • Grundschule: Derzeit sei die Zahl der Schüler, die eine Notbetreuung wünschen, noch offen, erläuterte Renate Scriba, kommissarische Grundschulleiterin. Ebenso von denjenigen, die zu Hause bleiben möchten. Für eine Notbetreuung sollen die Lernhäuser der Grundschule bestehen bleiben, erläuterte Renate Scriba – also werde, bei Bedarf und soweit möglich, in der Grundschule in Bonndorf sowie in den Außenstellen Gündelwangen und Wellendingen jeweils eine Notbetreuung eingerichtet. Die Schüler des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) sind in einem weiteren BZB-Gebäude untergebracht. Für die SBBZ-Schüler (Sekundarstufe Klassen 5 bis 9) besteht eine Notbetreuung. Den Grundschülern, die zu Hause bleiben, werden keine Lernpakete an die Hand gegeben, so Renate Scriba. Es gebe freiwillige Aufgaben zur Stärkung der Lesekompetenz oder Aufgaben zur Bearbeitung relevanter Klassenthemen auf Lernplattformen.
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  • Kommunale Kindergärten: Nach landesweit geltenden Vorgaben der Landesregierung werden auch die sechs kommunalen Kindergärten in Bonndorf ab dem 16. Dezember geschlossen. Vorgegeben ist durch das Land, dass Träger der Kindertagesstätten – in Bonndorf also die Stadt – eine Notbetreuung ab dem 16. bis inklusive 22. Dezember zu organisieren haben. Das Kultusministerium werde den Einrichtungen kurzfristig weitere Orientierungshilfen zur Umsetzung der Notbetreuung an die Hand geben, ist auf der Internetseite des Ministeriums zu lesen. Danach werde die Verwaltung schnell entscheiden, äußerte sich Bürgermeister Michael Scharf auf Anfrage der Zeitung.
  • Notbetreuung: Nach den Vorgaben der Landesverwaltung haben einen Anspruch auf Notbetreuung diejenigen Kinder, bei denen beide Erziehungsberechtigte beziehungsweise die oder der Alleinerziehende am Arbeitsplatz als unabkömmlich gelten. Hierunter fallen Präsenzarbeitsplätze ebenso wie Home-Office-Arbeitsplätze. Auch Kinder, für deren Kindeswohl eine Betreuung notwendig ist, haben einen Anspruch auf Notbetreuung. Eine Notbetreuung für sämtliche BZB-Schüler muss über ein Formular auf der BZB-Internetseite beantragt werden – und zwar bereits am 14. Dezember. Die Überprüfung des Unabkömmlichkeitsnachweises des Arbeitgebers erfolgt durch die Schulverwaltung.