16 ausgewiesene Rundwanderwege laden ein, die Landschaft rund um Bonndorf sowie allen Ortsteilen zu entdecken. In einer losen Serie stellen wir ausgesuchte Touren, fernab von vielbegangenen „Hauptstrecken“ vor.

Das Räuberschlössle ist ein besonderer Anziehungspunkt, ranken sich doch vielerlei Geschichten um diese exponierte Stelle in der Wutachschlucht. Dennoch ist der Rundweg von Holzschlag nach Gündelwangen, der beim Räuberschlössle vorbeiführt, längst nicht so stark frequentiert wie der Hauptabschnitt der Wutachschlucht zwischen Schatten- und Wutachmühle.

Natürlichen Halt erfährt diese mächtige Fichte von Buntsandsteinstelen.
Natürlichen Halt erfährt diese mächtige Fichte von Buntsandsteinstelen. | Bild: Martha Weishaar

Diese Strecke gilt beinahe als Geheimtipp, erfordert mit seinen Abschnitten allerdings etwas Geschick, gute Kondition sowie auf alle Fälle festes Schuhwerk an den Füßen. Vom Dorfplatz in Holzschlag marschieren wir am Hotel Nicklas vorbei schnurstracks zum Reichenbach, überqueren diesen auf einer sehr rustikalen Holzbrücke und gehen oberhalb des Reichenbaches auf einem schmalen Pfad bis zur Stallecker Brücke. Eine Informationstafel verrät viel Wissenswertes über dieses geschichtsträchtige, imposante Bauwerk.

Am linken Ufer der Wutach entlang gehen wir Richtung Räuberschlössle. So stark frequentiert die Wutachschlucht sein mag, hier sind wir – zumindest wochentags – ganz allein unterwegs, hören nur das gelegentliche Tosen des Flusses und die Vögel. Eine Pause beim Räuberschlössle mit seinen verwunschenen Ecken ist absolutes Muss auf dieser Tour. Erst danach steigen wir den schmalen Pfad hinab und überqueren die Wutach über die neu errichtete Brücke. Erst vor vier Jahren gelangte dieses wuchtige Bauwerk mithilfe eines Hubschraubers an seinen Platz. Man kann sich die Mühe gut vorstellen, welche dieser Brückenbau den Helfern des Schwarzwaldvereins in dem unwegsamen Gelände bereitet hat.

Auf schmalen und steilen Wegen gelangen wir wieder nach Gündelwangen hinauf. An der Kirche vorbei umrunden wir den Vogtsberg, wo wir mit etwas Glück seltene Türkenbundlilien bewundern können. Der Rastplatz an der Vogtsberghütte lädt erneut zum Verweilen, ehe wir über den Mittelmattweg, besser bekannt als Bähnleradweg, am Gündelwanger Bahnhof vorbei wieder nach Holzschlag zurück wandern.

Rundweg Nr. 3, Holzschlag; 10,3 Kilometer; höchster Punkt 868 Meter, tiefster Punkt 672 Meter; Dauer etwa drei Stunden. Infos im Internet unter www.bonndorf.de.