Gute Information bedingt Achtsamkeit im Umgang mit der Natur – er hoffe, dass die neu gestalteten Informationstafeln an der Schattenmühle, der Wutachmühle und bei Bad Boll dazu beitragen. Friedrich Kretzschmar, stellvertretender Leiter des Naturschutzreferats im Regierungspräsidium Freiburg, zitierte bei der Einweihung des zentralen Pavillons auf dem Wanderparkplatz an der Schattenmühle Martin Schwenninger, der seit 16 Jahren als Wutachranger das immer beliebter werdende Naturschutzgebiet betreut.

Informationstafeln zeitgemäß überarbeitet

15.000 bis 20.000 Euro für die Aufbereitung der Informationen nach modernen Gesichtspunkten, die neuen Tafeln und eine sanierte Gebäudeinfrastruktur an insgesamt drei Standorten – gut angelegtes Geld. Denn die alte Infrastruktur sei nicht nur pädagogisch in die Jahre gekommen gewesen, so Friedrich Kretzschmar.

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Friederike Tribukait vom RP-Referat Naturschutz und Landschaftspflege, Peter Lutz vom Fachbereich Naturschutz aus der Hauptgeschäftsstelle des Schwarzwaldvereins in Freiburg und Wutachranger Martin Schwenninger hatten die aus dem Jahr 1999 stammenden ursprünglichen Tafeln aufgearbeitet – besser verständlich und auf das Wichtigste beschränkt.

Die Infotafeln an der Schattenmühle und der Wutachmühle wurden neu gestaltet (von links): RP-Mitarbeiterin Friederike Tribukait, Grafikdesigner Matthias Kneusslin und Martin Schwenninger fachsimpeln zum Thema.
Die Infotafeln an der Schattenmühle und der Wutachmühle wurden neu gestaltet (von links): RP-Mitarbeiterin Friederike Tribukait, Grafikdesigner Matthias Kneusslin und Martin Schwenninger fachsimpeln zum Thema. | Bild: Stefan Limberger-Andris

Die beiden wichtigsten Einstiegspforten in die Schlucht, an der Schattenmühle und an der Wutachmühle, warten mit Übersichtskarten, wichtigen floristisch-faunistischen und geologischen Informationen auf. Bei Bad Boll gibt es vertiefende Inhalte zur Forstwirtschaft im Einklang mit der Natur sowie der Geschichte des im 19. Jahrhundert beliebten Kurbads, von dem baulich nur wenig übriggeblieben ist.

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Es sei bedeutsam, Wanderern die wesentlichen Informationen aus dem Naturschutzgebiet (siehe Infokasten) an die Hand zu geben – ohne zu tiefen wissenschaftlichen Tiefgang, aber dennoch wissenschaftlich fundiert. Die Info-Pavillons seien Teil der Besucherlenkung, so Friedrich Kretzschmar.

Naturschutz beginnt mit Wissen

Denn Menschen, die wissen, wie fragil eines der ältesten Naturschutzgebiete aus dem Jahr 1939 im heutigen Baden-Württemberg ist, nehmen mehr Rücksicht auf Flora und Fauna, halten sich an die Regeln. Das Naturschutzgebiet Wutachschlucht mit 100.000 oder mehr Besuchern gehöre neben Schutzgebieten am Feldberg, dem Belchen, Taubergießen, dem Hegau und dem Bodensee zu den durch Besucher besonders stark frequentierten touristischen Zielen.

Vermutlich im kommenden Jahr wird die Besucherlenkung erweitert. Auf neun Wegen sollen 20 weitere Informationstafeln aufgestellt werden, so Kretzschmar. Friederike Tribukait arbeite daran.