Radfahren ist in – mehr denn je. Direkt vor der Haustür bietet sich da an, auf der „Tour de Bonndorf“ sämtliche Ortsteile und die schönsten Fleckchen zu erkunden, die Bonndorf auf seinen 7600 Hektar Fläche zu bieten hat.

Als der Rundkurs vor mehr als 20 Jahren angelegt wurde, hat sich wohl manch einer noch von den mehr als 1000 Höhenmetern abschrecken lassen, welche die Strecke in sich hat. Heute, da die meisten Fahrräder mit einem Elektromotor unterstützt werden, ist das kein Hinderungsgrund mehr.

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Peter Riester und Fritz Hugel haben die „Tour de Bonndorf“ einst kreiert. Die gute Frequentierung der 50 Kilometer Rundstrecke bestätigt bis auf den heutigen Tag, welch grandiose Idee das war. Was brachte die beiden in den 1990er Jahren auf die Idee, einen Fahrradrundkurs auszuweisen?

Peter Riester war Ideengeber und Initiator der „Tour de Bonndorf“.
Peter Riester war Ideengeber und Initiator der „Tour de Bonndorf“. | Bild: Martha Weishaar

Peter Riester war schon immer begeisterter Freizeitsportler, egal ob auf dem Fahrrad, auf Skiern oder als Jogger. Die Idee reifte bei ihm über Jahre hinweg. In Fritz Hugel fand er den idealen Kollegen, der ihm bei der kartenfertigen Ausarbeitung der Strecke wertvolle Hilfe leistete. Beide Förster sind profunde Kenner der knapp 4200 Hektar Wald rund um Bonndorf.

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Als mit der 1997 aufgelegten Wanderkarte der Bonndorfer Rundwanderwege eine geeignete Kartengrundlage vorhanden war und sogar Fördermittel durch den Naturpark Südschwarzwald zu erwarten waren, realisierte Peter Riester seine Absichten.

Im Erlenbachtal lässt es sich besonders beschaulich radeln.
Im Erlenbachtal lässt es sich besonders beschaulich radeln. | Bild: Martha Weishaar

Ob Radurlaub vor der Haustür, Freizeitsport oder aktiver Ferienspaß für Touristen – die Tour de Bonndorf ist für jeden etwas. Abseits viel befahrener Straßen verbindet sie alle Ortsteile, die schönsten Aussichtspunkte sowie malerische Flecken. Freilich liegen auch so ziemlich alle idyllisch gelegenen Waldhütten und Rastplätze an der Strecke. Nebenbei wird sogar noch ein bisschen Geschichtsbewusstsein gefördert. Die Reste der Saubachkapelle am ehemaligen Saubachhof legen heute noch Zeugnis ab von der einstigen Bedeutsamkeit dieses Ortes. Kreuzplatz- und Hummelhütte bieten Rastmöglichkeit par excellence.

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In absoluter Stille kann man sich da zwischendurch sogar im Bach erfrischen. Was die Einkehrmöglichkeiten unterwegs anbelangt, hat sich das Feld allerdings deutlich gelichtet. Es empfiehlt sich also unbedingt, Trinken und eventuell auch eine kleine Stärkung für zwischendurch mitzunehmen – zumal, wenn man Zeit mitbringt, den Rundkurs mit all seinen reizvollen Stellen auf sich wirken lassen will, anstatt ihn in olympiareifer Rekordzeit abzustrampeln.

Der rote Fingerhut ist unterwegs ein prächtiger Hingucker.
Der rote Fingerhut ist unterwegs ein prächtiger Hingucker. | Bild: Martha Weishaar

Die Eindrücke sind so vielseitig, dass man auch nach wiederholtem Mal immer wieder was Neues entdeckt. Die Tour kann von allen Ortsteilen aus, an einem Stück oder in einzelnen Etappen gefahren werden. Das ist der Vorteil einer Rundstrecke. Wer zwischendurch feststellt, dass er sich zu viel vorgenommen hat, kann unterwegs abkürzen. Von Wellendingen, Münchingen, der Sommerau sowie Ebnet gibt es ausschilderte Rückwege nach Bonndorf. Wobei momentan die Beschilderung etwas lückenhaft ist. Die Radwanderkarte empfiehlt sich. Erhältlich ist sie bei der Touristinformation.

Die Tour de Bonndorf zeigt alle landschaftlichen und geologischen Facetten von Bonndorf. Im westlichen Teil, bei Gündelwangen, Holzschlag, Glashütte, Ebnet und Sommerau führt sie durch tiefe, stille Wälder. Im südlichen und westlichen Teil von Wittlekofen, Wellendingen, Brunnadern, Dillendorf und Münchingen – dem Abstecher auf Wutacher Gemarkung – überwiegend zwischen Äckern und Wiesen hindurch. Am nördlichsten Punkt, bei Boll, lässt sich am Bonndorfer Graben die Entstehung der Wutachschlucht ahnen. Ein schöner Nebeneffekt der Rundtour ist übrigens, dass man mal wieder durch alle Ortsteile kommt.

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