Der Gündelwanger Dorfplatz wird am 11. September zum Schauplatz des ersten Kleinkunst-Festivals im Ort. Dies wiederum ist eine der kreativen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Denn eigentlich stünde in diesem Jahr wieder der Theaterabend der Landfrauen auf dem Programm.

Suche nach Alternative

Da zum erforderlichen Probenbeginn im Frühjahr jedoch unabsehbar war, ob und wie dieser Theaterabend im Festsaal des Schulhauses überhaupt stattfinden könnte, suchten Schauspieler und Vorstandsteam der Landfrauen gemeinsam nach einer passablen Alternative. Es war konkret zu befürchten, dass ein klassischer Theaterabend unter Einhaltung sämtlicher Corona-Vorschriften nicht möglich sein würde. Also kam man überein, das bereits ausgewählte Stück in einem anderen Jahr aufzuführen. Es wurde hin und her überlegt. Und schon war die Idee eines Kleinkunst-Festivals geboren. Das findet zwar nicht an mehreren Tagen, dafür aber auf mehreren Bühnen statt. Und auch Letztere werden anders konstruiert sein, als man es sich bei Kulturveranstaltungen gemeinhin vorstellt.

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Die bewährten Schauspieler zeigten sich flexibel, offen für Neues und wagemutig genug für eine Premiere in Sachen Kleinkunst, also Musik, Kabarett, Comedy, vielleicht auch der einen oder anderen weiteren Spielart dieses Genres. „Wir können nur mit einer Open-Air-Veranstaltung coronakonform planen“, fassen Alexandra Fluck und Heike Badran die Vorbereitungen zusammen. Die Gäste sitzen auf dem Dorfplatz vor verschiedenen Bühnen, die Darsteller wechseln im Lauf der Vorstellung die Bühnen. So kommt jeder von seinem Platz aus in den Genuss abwechslungsreicher Unterhaltung.

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Selbstverständlich haben die Organisatorinnen einen Notfallplan parat, falls das Wetter an diesem letzten Samstag der Sommerferien nicht mitspielt. Da die Karten nur im Vorverkauf erhältlich sind und die persönlichen Daten der Besucher im Vorfeld erfasst sind, werden diese höchstpersönlich über etwaige Planänderungen benachrichtigt. „Es ist erfreulich, dass alle, die sich bisher angemeldet haben, kein Problem darin sahen, Namen und Kontaktadresse anzugeben“, freuen sich die Organisatorinnen. Auf dem Land sieht man dergleichen offenbar relativ entspannt, was es allen Beteiligten einfacher macht.

Genießen und feiern

Ländlich, urig, rustikal soll denn auch die Veranstaltung sein. Bei Getränken ist Selbstbedienung vorgesehen, lediglich die Festivalsuppe wird serviert. Die gibt‘s in vegetarischer sowie fleischiger Variante und ist im Eintrittspreis inbegriffen. Somit hat auch die überwiegende Mehrheit der insgesamt 60 Gündelwanger Landfrauen Gelegenheit, den Abend zu genießen. Die Arbeit verteilt sich auf die wenigen Schultern der Verantwortlichen des Vorstandes. „Wir wollen es für alle Gäste gemütlich machen, auch für unsere Mitglieder. Es soll eine Gelegenheit werden, sich nach dieser langen Zeit mit all den Einschränkungen wieder ungezwungen treffen zu können“, sagen die Organisatorinnen im Gespräch Und verraten nebenbei, dass die Nachfrage nach Karten sehr groß, die Veranstaltung schon beinahe ausverkauft ist. Jetzt hoffen alle Beteiligten auf gutes Wetter und keine neuerlichen Restriktionen infolge des wieder zunehmenden Infektionsgeschehens.