Fünf Kandidaten haben sich um die Nachfolge von Michael Scharf als Bürgermeister von Bonndorf beworben: Hans Grabow (52), Alexandra Ruf (30), Jochen Schäuble (53), Thomas Reich (44) und Marlon Jost (56).

Für alle Kandidaten war es in den vergangenen Wochen in der Corona-Pandemie ein ungewöhnlicher Wahlkampf – hautnah an den Wählern ging nicht. Mit Abstand und im Freien, bei teils unangenehmen Temperaturen, wurden die persönlichen Standpunkte vertreten.

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Die Zeitung stellte jeden einzelnen Kandidaten in Porträts vor. Die Bewerber nutzten die Möglichkeit eigener Internetpräsentationen, stellten sich zudem einer im Online-Format abgehaltenen, öffentlichen Kandidatenvorstellung der Stadt Bonndorf den Fragen der Einwohner. Es gab also für jeden Wahlberechtigten etliche Möglichkeiten, sich zu informieren.

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Gut ein Viertel der Stimmen per Brief

Zur Wochenmitte hatte Hauptamtsleiter Harald Heini bereits 1444 Briefwahleingänge zu Bürgermeisterwahl registriert – knapp 26 Prozent der 5587 Wahlberechtigten.

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Prozentual gesehen befindet sich dieser Wert in einer ähnlichen Größenordnung wie bei den Landtagswahlen (27,8 Prozent oder 1356 Personen der insgesamt 4880 Wahlberechtigten hatten Briefwahl beantragt). Eingerichtet wurden fünf Wahlbezirke: Stadtkern I (1530 Wahlberechtigte), Stadtkern II (1204 Wahlberechtigte), Stadtkern III/Ebnet (1297 Wahlberechtigte) sowie die zusammenfassten Wahlbezirke Boll, Holzschlag und Gündelwangen (659 Wahlberechtigte) und Brunnadern, Dillendorf, Wittlekofen und Wellendingen (897 Wahlberechtigte). Die Stadtverwaltung rechnet am Wahlsonntag, 25. April, gegen 18.30 Uhr mit einem Ergebnis.

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Hohe Hygiene-Anforderungen

Die Corona-Verordnung des Landes (Fassung vom 19. April 2021) stellt penible Regelungen zur Bürgermeisterwahl auf. Die Hygieneanforderungen müssen eingehalten und auch für sämtliche Wahlhelfer gewährleistet sein. In den Wahlgebäuden besteht Pflicht zum Tragen medizinischer Masken oder Mund-Nasen-Bedeckungen (beispielsweise FFP2-Masken).

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Vorgeschrieben ist unter anderem ein Mindestabstand zu anderen Personen von 1,5 Meter, zum Wahlvorstand und Wahlhelfern sogar von zwei Metern. Vorgeschrieben ist auch das Desinfizieren der Hände vor Betreten des Wahlraumes. Personen, die den Wahlraum betreten, müssen ihre persönlichen Kontaktdaten abgeben, der Aufenthalt im Raum ist auf maximal 15 Minuten beschränkt.

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Möglicher zweiter Wahlgang

Sollte keiner der Kandidaten beim ersten Wahlgang die absolute Mehrheit (mehr als 50 Prozent der abgegebenen, gültigen Stimmen) erreichen, gibt es zwei Wochen später einen zweiten Wahlgang. Dann reicht die einfache Stimmenmehrheit für den Wahlsieg. Sollte es einen zweiten Wahlgang geben, wird die Bewerberliste nochmals bis Mittwoch, 28. April, geöffnet. Der Gemeindewahlausschuss stellt dann um 18 Uhr fest, ob weitere Bewerbungen eingegangen sind.