In verschiedenen Maßnahmen hauchen Schüler und Lehrkräfte des Bildungszentrums Bonndorf dem Grundgedanken der Naturparkschule Leben ein. So sammelten die fünften Klassen in den vergangenen Wochen 300 ausgediente Mobilfunktelefone. Eltern, Verwandte, aber auch deren Arbeitgeber gaben alte Geräte ab.

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Teilweise sind es Handys aus den ersten Modellgenerationen, die bereits ziemlich antiquiert wirken und tatsächlich kaputt sind. In der Sammlung befinden sich aber auch aktuelle, funktionstüchtige Smartphones. Etliche stammen aus Firmenbeständen, etwa des Europaparks oder eines Logistikunternehmens, die in regelmäßigen Abständen Mitarbeiter mit neuen Smartphones ausstatten. Diese „Altgeräte“ fanden mithilfe von Verwandten der Schüler den Weg zur Recyclingaktion des Bildungszentrums. Zweck der Aktion ist es, Rohstoffe aus ausgedienten Mobiltelefonen zu gewinnen, so dass die wertvollen Ressourcen erneut Verwendung finden, anstatt im Restmüll zu landen.

Aktion gerät zum Wettbewerb

Die Aktion geriet zum Wettbewerb, die 5 b sammelte mit 136 Stück die meisten Exemplare ein. Power-Ranger Janick Retzke und Tom Pries erläutern die Beweggründe für die Aktion. „Rohstoffe wie Gold oder Seltene Erden werden immer seltener und sind schwer zu gewinnen, also sammeln wir sie aus alten Handys.“ Auch das Land Baden-Württemberg sowie der Südwestrundfunk unterstützen diese Handy-Aktion, ebenso die Telekom.

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Der Erlös der Wertstoffe, die beim Recyceln gewonnen werden, kommt humanitären Einrichtungen zugute. „Alle Schüler gaben sich auch bei der nunmehr dritten Handyaktion sehr viel Mühe, um zum Erfolg beizutragen. Ich hätte niemals erwartet, dass so viele Geräte zusammenkommen“, lobt Realschullehrerin Stefanie Hog ihre Schützlinge. Und fügt an: „Wir möchten die Schüler ohne erhobenen Zeigefinger oder Verbote umfassend für Themen von Natur- und Umwelt sensibilisieren. Das soll bestenfalls durch tägliches Tun in den Schulalltag einfließen.“ Dieses war während der Corona-Pandemie ziemlich ausgebremst. Dennoch wurden auch in Zeiten des Fernunterrichts der Schulgarten bestellt, die Vogelbeobachtung im Nistkasten auf dem Schulhof fortgesetzt, Blühkreise angelegt und Schüler dazu ermuntert, in heimischen Pflanzkübeln oder Gärten Blumen auszusäen.

Gefährdung für Wildtiere

Die sechsten Klassen starteten eine Aktion zur Vermeidung von Getränkedosen. Damit möchten die Schüler sowohl auf die problematische Herstellung von Dosen hinweisen als auch auf die fatalen Auswirkungen, wenn diese einfach in die Landschaft geworfen werden. Für Wildtiere stellen Dosen nämlich eine erhebliche Gefährdung dar, zumal wenn sie in Mähwerke gelangen und in scharfkantige Einzelteile zerlegt werden. Seit wieder Präsenzunterricht stattfindet, sind auch die Power-Ranger wieder im Schulgebäude unterwegs und haben ein Auge darauf, wann Geräte oder Lichtquellen ausgeschaltet werden können.