Mit einem kommunalen Schnelltest-Kontingent von maximal 7000 Stück leistet die Stadtverwaltung einen Beitrag, Corona-Infektionen schnellstmöglich zu entdecken und das Entstehen von Infektionsherden zu unterbinden beziehungsweise einzudämmen. Die Tests werden angewandt im Bonndorfer Bildungs- und Erziehungssektor, vor Gemeinderatssitzungen ebenso wie in der Verwaltung. Durchschnittlich 800 Tests pro Woche werden benötigt.

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Rein rechnerisch ist das kommunale Kontingent nach knapp neun Wochen aufgebraucht. Ist der Bestand auf etwa 3000 Schnelltests geschrumpft, werde nachbestellt, bestätigte auf Anfrage Alexandra Ruf, Leiterin des Ordnungsamts der Stadt. Doch nicht überall wird das Angebot der freiwilligen Testung gleich gut angenommen. Ist die wöchentliche Bereitschaft, sich testen zu lassen, mit durchschnittlich 80 Prozent in der Verwaltung und unter Erzieherinnen der Kindergärten recht hoch, ist diese unter Schülern im Bildungszentrum mit bis zu rund 56 Prozent vor den Osterferien deutlich geringer.

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Zwei Mal die Woche wird Mitarbeitern der Stadt Bonndorf (Stadtverwaltung, Bauhof, Halbtageskräfte, Erzieherinnen) nach Auskunft von Alexandra Ruf das kostenlose Schnelltestangebot gemacht. Alle lassen sich demnach mindestens ein Mal die Woche testen, zweimal die Woche seien es etwas weniger. In die wöchentlich durchschnittlich 800 Schnelltests nicht eingerechnet seien Aktionen wie die Einwohnertestung im Zuge der Schließung des Kindergartens Wellendingen oder die Testung der 60 Wahlhelfer bei der Landtagswahl.

Kindergärten

„Die beiden Bonndorfer Kindergärten, die wegen aufgetretener Corona-Infektionen beziehungsweise wegen eines Verdachtsfall geschlossen waren, sind nun wieder geöffnet“, bestätigte Alexandra Ruf. Im Kindergarten Wellendingen hatte es vor drei Wochen 17 Infektionen in fünf Haushalten gegeben, ein Verdachtsfall in einem der Kernstadtkindergärten habe sich nicht bestätigt.

Die von der Stadtverwaltung über mehrere Termine angebotenen freiwilligen Corona-Schnelltests hatten keine Hinweise auf ein sich ausbreitendes Infektionsgeschehen unter Bezugspersonen zum Kindergarten Wellendingen oder unter Einwohnern von Wellendingen, Wittlekofen, Brunnadern und Dillendorf gegeben. Es werden dort deshalb keine weiteren kommunalen Testtermine angeboten.

Bildungszentrum

Die den Schülern und Lehrkräften von städtischer Seite bislang angebotenen Schnelltests am Bildungszentrum Bonndorf konnten auf freiwilliger Basis in Anspruch genommen werden. Das Kultusministerium gab nun eine einwöchige Startphase mit selbst besorgten Testkits an den Schulen ab Montag, 12. April, vor. Ab Montag, 19. April, gilt ab einer 7-Tages-Inzidenz eine indirekte Testpflicht für Schüler, um am Präsenzunterricht und der Notbetreuung teilnehmen zu dürfen. Lehrer und weiteres Personal müssen sich testen lassen. Getestet wird an der Realschule zweimal wöchentlich.

Schnelltest-Quote

Die Akzeptanz der Schnelltests an den Schularten im Bildungszentrum war bislang unterschiedlich. Nach Auskunft der Stadtverwaltung waren es, gemessen an der Quote der Einverständniserklärungen aus den Familien, in der zweiten Märzhälfte 46,5 Prozent (138 der 297 Schüler) der Klassenstufen 5 und 6, der Abschlussklassen und Notbetreuung der Realschule, an der Grundschule 56,4 Prozent (145 der 257 Schüler), die sich testen ließen. Realschüler werden bislang montags und mittwochs, Grundschüler dienstags und donnerstags getestet.