Eine besondere Herausforderung war es für das Team der Volkshochschule Hochschwarzwald (VHS) unter den Corona-Rahmenbedingungen lebenslanges Lernen zu ermöglichen. Analog und digital wurden mit Online-Angeboten und dem „grünen Klassenzimmer“ neue Formate entwickelt. 13771 Besucher im Jahr 2020 unterstreichen das Interesse der Menschen an Weiterbildung und sind Motivation für das VHS-Team.

Die Bürgermeisterin von Titisee-Neustadt, Meike Folkerts, Vorsitzende der Volkshochschule, betonte in der Mitgliederversammlung, dass mit viel Flexibilität und Kreativität die VHS-Hochschwarzwald auch in diesen schwierigen Zeiten den Besuchern neue Perspektiven aufzeigen konnte. Das VHS-Team habe mit viel Engagement und Durchhaltevermögen das vergangene Jahr gemeistert.

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Mit 10.536 Unterrichtseinheiten konnte trotz der erheblichen Corona-Einschränkungen im Jahr 2020 ein umfangreiches Kursprogramm realisiert werden. Die Volkshochschule versteht sich als ein Ort der Begegnung. In den Kursen lernen die Menschen miteinander und voneinander. Digitale Angebote können diesen Austausch nur eingeschränkt ersetzen. Auch dies sei eine Erkenntnis der Corona-Zeit, so VHS-Geschäftsführerin Karin Hausmann. Die VHS darf derzeit nur berufliche Fortbildungen, Berufssprach- und Integrationskurse in Präsenz durchführen – gehofft wird auf baldige weitere Öffnungsschritte.

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  • Der Lockdown: In Folge des Lockdowns wurden viele Kurse unterbrochen beziehungsweise abgebrochen. Alternativ organisierte das VHS-Team Online-Kurse, Online-Tutoring per Lernplattform und Video-Workshops via vhs.cloud, Zoom und Youtube. Über 7000 Klicks auf die Videos dokumentieren die große Resonanz, hieß es in der Versammlung.
  • Der Treffpunkt Volkshochschule: Immer mehr zum „Treffpunkt vhs“ entwickelt sich das VHS-Haus in Titisee-Neustadt. Im dritten Sanierungsabschnitt wurden 2020 die Brandschutzmaßnahmen umgesetzt, die WCs erneuert sowie der Gymnastikraum neu ausgestattet. In einem weiteren Bauabschnitt sollen nun im Jahr 2021 die Sanierung der Balkone und die Renovierung des Konferenzraums erfolgen.
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  • Weiterbildung mit Zertifikat: 217 Personen legten 2020 eine Zertifikatsprüfung an der VHS-Hochschwarzwald ab. Sieben Sprachprüfungen in den Niveaus A2 bis B2, vier Tests „Leben in Deutschland“ und die Zertifikatsprüfungen zum Office-Manager sowie zum Gästeführer würden die Qualität des VHS-Angebots unterstreichen, sagte Karin Hausmann. Die Deutsch-Prüfungen bilden einen wichtigen Baustein zur beruflichen Integration, insbesondere im Hinblick auf die Anerkennung von Berufsabschlüssen beziehungsweise als Basis für eine Berufsausbildung. Im beruflichen Programm seien seit vielen Jahren die praxisorientierten VHS-Zertifikatslehrgänge im Office-Bereich sowie die Weiterbildung zum Gästeführer gefragte Weiterbildungen mit Zertifikatsabschluss.
  • Bildung mit regionalem Bezug: Wert legt die VHS auch auf Bildung für alle mit regionalem Bezug in vielen Programmbereichen. Das Interesse an Themen rund um Heimat, Natur und Geschichte war im vergangenen Jahr deutlich steigend. Mit dem Schwerpunkt „Zeitreise Geschichte“ ermöglicht die VHS Einblicke in die Geschichte der Hochschwarzwaldgemeinden mit Vorträgen, historischen Stadtrundgängen und Literaturwanderungen. Bei Exkursionen unter anderem mit den Gästeführern wird die Natur erlebbar. Zudem stimmt die VHS ihr berufsbezogenes Kursangebot auf die regionalen Arbeitsfelder mit Tourismuskursen, Schichtarbeiterkursen und Kursen für das Handwerk ab.
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  • Verabschiedung: Bonndorfs Bürgermeister Michael Scharf wurde in der Mitgliederversammlung als stellvertretender Vorsitzender der VHS von Meike Folkerts (Vorsitzende) und Karin Hausmann (VHS-Geschäftsführerin) verabschiedet. Am 11. November 1992 wurde Michael Scharf zum stellvertretenden Vorsitzenden der VHS Hochschwarzwald gewählt als Nachfolger von Peter Folkerts. Immer wieder habe sich Michael Scharf auch politisch für die VHS eingesetzt. Mit der Kooperation „Rathaus – VHS“ initiierte der Bonndorfer Rathauschef ein Pilotprojekt. Die enge Verzahnung von VHS und Boni (Bonndorfer Netzwerkidee) habe sich zur Erfolgsgeschichte entwickelt, lobte die Erste Vorsitzende und fügte an, dass die VHS auf Initiative von Bürgermeister Michael Scharf mit der Laube und dem Sprachenzentrum im Bildungszentrum auch eigene Räume erhalten hat.
  • Die VHS-Finanzen: Mit Hilfe von Zuschüssen und Spenden sowie Einsparungen im laufenden Betrieb sowie bei den geplanten Investitionen konnten die finanziellen Auswirkungen der Pandemie 2020 aufgefangen werden. Der aktuelle Lockdown bremse jedoch das Semester und damit auch den Finanzierungsplan der Volkshochschule für 2021 aus, hieß es in der Mitgliederversammlung. Bereits jetzt müsse die VHS mit Einnahmeausfällen im hohen fünfstelligen Bereich rechnen und zur Sicherung ihrer Finanzen auf Rücklagen zurückgreifen, informierte Folkerts.