Ein bisschen wie immer wird das stadtweite Fest „Dunker bewegt“. Jedenfalls sind die Routinen aus der Vergangenheit für die Vorbereitung sofort präsent. „Nach zwei Jahren Abstinenz aufgrund der Corona-Pandemie, die einen tiefen Einschnitt in der Dunker-Tradition hinterlassen hat, freuen wir auf die neue Normalität“, so Dunker-Geschäftsführer Uwe Lorenz.

Es sei Erleichterung zu spüren, dass man zu Bewährtem zurückkehren könne. „,Dunker bewegt‘ ist ein Fixpunkt, ein Ruhepunkt. In Zeiten destruktiver Nachrichten schaffen wir mit unseren Mitarbeitern, gemeinsam mit Vereinen, der Stadt, der Bevölkerung ein Gegenwicht mit gemeinsamer Freude, friedlichem Zusammensein, gesunder Bewegung und unterstützen, wo es Not, tut“, erläutert Uwe Lorenz weiter. Wie immer werden die sportlichen Aktivitäten bewertet und tragen zum guten Zweck bei, der dieses Mal bei „Dunker bewegt“ im Mittelpunkt steht: Tatsächlich gibt es Verbindungen durch Mitarbeiter des Bonndorfer Motorenherstellers ins Ahrtal – wo auch ein knappes Jahr nach der Flutkatastrophe Menschen in Provisorien leben. „In unserer Familie betrifft das vier Häuser, das meiner Eltern, die von meinen Brüdern und das meiner Oma, in dem ich mit meinem Sohn lebe“, erzählt Sandra Wollersheim, deren Familie mit den Bonndorfer Sportaktivitäten unterstützt werden soll.

Dankbar ist sie bereits heute. Denn ihr inzwischen achtjähriger Sohn habe die Katastrophe gut überstanden – trotz des Bangens, mehr als 15 Stunden, über Nacht, bei vollkommener Dunkelheit ohne Strom und Empfang für das Mobiltelefon, im Speicher des Hauses, wohin sie auf der Flucht vor dem steigenden Wasser geklettert waren. Ab und zu kämen die Erinnerungen zwar hoch. „Aber ich habe ihn von Anfang an immer einbezogen und mit ihm geredet über das Erlebte. Das zahlt sich nun aus“, so die alleinerziehende Mutter. Von heute an sei es aber noch mindestens ein Jahr, bis das Haus wieder bewohnbar sei. Die Eltern wohnen übergangsweise in einer kleinen Wohnung im Ort, sie selbst sind bei Freunden im Nachbardorf untergekommen.

„Unsere Aktion geht ja schon lange über die Firma hinaus, die ganze Stadt ist im Boot“, betont Renate Heizmann, die Dunker-Personalleiterin, bei der abermals alle Fäden zusammenlaufen. Es gehe darum, dass alle aufstehen und mithelfen. Erstmals dabei ist Bürgermeister Marlon Jost. „,Dunker bewegt‘ hält die Stadt Bonndorf in Schwung. Sport, Spiel und Spaß stehen im Vordergrund. Das Wichtigste ist das Gemeinschaftsgefühl. Ich selbst bin beim Start mit dem Durchschneiden des Bandes dabei, dann pfeife ich das Fußballspiel an oder bin bei der Siegerehrung mit eingebunden.“ Als Mitorganisatorin steuere die Stadt Leistungen des Bauhofs bei.

Das Programm von Dunker bewegt 2022

Und auch bei den Vereinen freut man sich auf das Ereignis. Christian Kirchsteiger, als Dunker-Mitarbeiter und TuS-Vorstandsmitglied in Doppelrolle unterwegs, freut sich auf das Fußball-Gauditurnier. Luzia Sigwart, Vorsitzende des Skiclubs, der mit der örtlichen DLRG für die Durchführung des Megathlon steht, freut sich über neue technische Möglichkeiten. Zwar sei es nicht gelungen, einen steilen Anstieg für Fahrradfahrer zu entschärfen, weil die Eigentumsverhältnisse der Grundstücke dagegen standen. Dafür könne die Strecke vorher schon abgefahren werden, denn diese sei auf den Flyern und im Netz leicht per QR-Code hochzuladen. Auch könnten die Teams wieder entsprechend ihren sportlichen Möglichkeiten aufgestellt werden. „Es soll ja niemand scheitern, sondern allen gemeinsam Spaß machen“, so Luzia Sigwart.