Der CDU-Landtagskandidat für den Wahlkreis Freiburg-Ost, Manuel Herder, fordert schnelles Handeln gegen Freizeit-Motorenlärm im Hochschwarzwald. Das emotional aufgeladene und bereits oft diskutierte Thema hat sich der Kandidat auf die Fahnen geschrieben. „Es müssen schnelle und wirksame Lösungen gefunden werden, sagte Manuel Herder bei einer Diskussionsrunde im Bonndorfer Rathaus, zu der sich Online auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner, der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) und der ehemalige Bundesverkehrsminister und Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias Wissmann (CDU) zugeschaltet hatten. Roland Koch und Matthias Wissmann haben die Schirmherrschaft für einen Runden Tisch „Motorenlärm“ übernommen, den Manuel Herder im Fall seiner Wahl einberufen will.

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Bürgermeister Michael Scharf freute sich, dass das Thema Motorenlärm in den CDU-Landtagswahlkampf Einzug gefunden hat, schließlich ist auch Bonndorf von der Problematik stark betroffen. Den verständlichen Ärger der Bürger bekomme man als Politiker vor Ort immer wieder zu spüren, meinte Michael Scharf mit Blick auf diverse Veranstaltungen, in denen es kräftig Kritik gehagelt hatte.

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Wie Manuel Herder ausführte, werde der lästige Motorenlärm von etwa elf Prozent der Fahrzeuge (Motorräder und Sportwagen) im Freizeitbereich ausgelöst, entweder durch die Fahrweise oder durch zu laute Motoren. Diesen Schwarzen Schafen gelte es, Einhalt zu gebieten. Lösungsmöglichkeiten könnten am Runden Tisch mit Politikern, Behörden, Industrie, betroffenen Anliegern und Motorradfahrern ausgelotet werden. Auch Felix Schreiner bestätigte, dass es nicht das Ziel sei, Motorradfahrer und Freunde der sportlichen Autos aus dem Hochschwarzwald zu verbannen. „Wir wollen keine Verbote.“ Diejenigen, die aber an den Motoren rumschrauben, damit sie mehr Lärm machen, müsse man sich vorknöpfen.

Komplizierte Sache

Der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch, der sich während seiner Amtszeit intensiv mit dem Motorenlärm beschäftigt hatte, bezeichnete die Sache als kompliziert. Man brauche einen starken Willen und gute Allianzen auf allen politischen Ebenen, um Lösungen durchsetzen zu können. Seine Unterstützung sicherte er diesbezüglich zu, denn: „Die eigene Lebensfreude endet da, wo sie die Lebensfreude anderer stört.“

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Matthias Wissmann, Bundesverkehrsminister a.D., bezeichnete den Motorenlärm als permanentes Problem, das ein gemeinsames Vorgehen von Ländern, Bund, EU und Polizei erfordere. Gesetzesverstöße, wie beispielsweise manipulierte Fahrzeuge, müssten geahndet werden, dazu sei natürlich auch eine gute Verkehrskontrolle unausweichlich.

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Wie sehen jetzt aber die Pläne von Manuel Herder im Falle seiner Wahl aus? Zunächst sollen, wie bereits erwähnt, Gespräche mit allen Beteiligten am Runden Tisch stattfinden. Das Land habe Möglichkeiten, etwas zu tun, diese Möglichkeiten müssten ausgeschöpft werden. Dazu gehöre für ihn: Wer sein Fahrzeug manipuliert und somit Gesetze übertritt, müsse auch bestraft werden. Außerdem gebe es bereits vergleichsweise einfache technische Lösungen, um Motorräder leiser zu machen. „Viele Biker wollen das von sich aus“, sagte Manuel Herder. Und er setzt sich ehrgeizige Ziele: „Bereits im Sommer 2021 sollen die Anlieger der viel befahrenen Straßen im Hochschwarzwald eine Verbesserung spüren können.“ Der Landtagskandidat ist sich darüber im Klaren, dass er sich da eine anspruchsvolle Aufgabe gestellt hat, aber, so Manuel Herder, „ohne klare persönliche Ziele, erreicht man auch nichts.“