Eine Fülle künstlerischer Vielfalt bietet die Ausstellung „Verwandelt? oder Verwandelt!“, die derzeit in Schloss Bonndorf zu sehen ist. 60 Werke aus einem vom Kulturamt ausgeschriebenen Wettbewerb, an dem Künstler, die mit der Region verbunden sind, teilnehmen durften, werden dort noch bis zum 24. Oktober präsentiert.

Für Udo Eggi und sein Team war es eine große Herausforderung, derart verschiedene Kunstwerke so vieler Künstler in den jeweiligen Räumen so zu arrangieren, dass jedes Exponat für sich betrachtet zur vollen Wirkung kommt. „Die Ausstellung ist extrem homogen und fällt nirgends ab“, lobt eine einstige Kollegin das gelungene Gesamtarrangement. Schwieriger als sonst sei es gewesen, jeden einzelnen Ausstellungsraum passend zu bestücken, räumt indes Udo Eggi ein. Denn längst nicht alles „funktioniert nebeneinander“.

Genau betrachten

Gerade die Vielseitigkeit der Kunstwerke stellte ihn und sein Team vor eine große Herausforderung. Es lohnt sich, jedes einzelne davon ganz genau anzuschauen. Die Besucher sollten auf jeden Fall genügend Zeit für eine eingehende Betrachtung mitbringen.

Die Künstler

In der Ausstellung finden Werke namhafter Künstler aus der Region zueinander. So auch die „Kopfstudie“ des Menzenschwanders Konrad Schierenberg, mehrere Werke des Stühlingers Gerhard Schwarz oder die Skulptur „Zunander“ des Grafenhauseners Ralf Rosa. Bernd Salfner wiederum zeigt unter anderem anhand eines Mobiles aus alten Dokumenten in Verbindung mit einem Gemälde „Bewegung in Ruhe – Ruhe in Bewegung“, während „Kolibri – Willkommen im Jahr 2021“ in schwarz-grau-roten Farbtönen die Corona-Pandemie mit Virus, Masken und Sensemann thematisiert. Bunte Vielfalt wiederum zeigt Eva Lippert in ihrer Collage „Paraiso“ auf, während Marcus Vallböhmer den „Tapetenwechsel“ mitsamt Sto-Eimer auf Leinwand bannte.

Geheimnisvoll

Geheimnisvolle Schwarzwaldimpressionen mitsamt stattlichem Rehbock, der nicht nur dreidimensional aus dem Bild herauszuragen scheint, sondern dessen Blick dem Betrachter überall hin folgt, verdienen nicht minder Beachtung wie Johannes Köpfers Collage „Saxo, Saxi oder Sexi“. Des Weiteren werden ausufernder Konsumrausch, aber auch wegschmelzendes Polareis thematisiert. Jochen Schneider aus Obermettingen reiste am vergangenen Wochenende eigens aus seinem derzeitigen Wirkungsort Berlin an und freut sich, dass es alle seine drei eingereichten Werke in die Ausstellung geschafft haben.