Unsere Zeitung stellte in den zurückliegenden Wochen elf Wanderwege rund um Bonndorf sowie die Radrundstrecke „Tour de Bonndorf“ vor. Das kommt nicht von Ungefähr, hat doch die Corona-Krisenzeit mit den damit einhergehenden Einschränkungen das Interesse vieler Zeitgenossen an der unmittelbaren Umgebung einmal mehr neu geweckt.

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Das Augenmerk lag vor allem darauf, Wege abseits großer Touristenströme vorzustellen. Daher finden sich einige der insgesamt 16 großen und vier kleinen Rundwege aus der Bonndorfer Wanderkarte nicht in den Beschreibungen. Was aber keineswegs heißen soll, dass diese Strecken nicht ebenso sehenswert sind wie die beschriebenen.

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Auch das verschlungene Ganterwegle (Rundweg Nr. 13) oder der Panoramaweg (Nr. 14) bieten zu jeder Jahreszeit wunderschöne Eindrücke. Die Premiumwanderstrecken durch die Wutachschlucht (Nr. 4, 5, 6) sind sowieso ein Muss für wanderbegeisterte Einheimische. Nicht umsonst kommen Wanderfreunde von weit her, um die Naturschönheit der Wutachschlucht zu genießen. Doch mitten in der Wandersaison und in Anbetracht ständig überfüllter Wanderparkplätze an den Einstiegen zur Wutachschlucht hat die Lokalredaktion diese Routen im Augenblick bewusst ausgelassen.

Naturschönheiten wirken lassen

Auf abgelegenen Wegen haben wir als Wanderer hingegen die Naturschönheit in aller Ruhe auf uns wirken lassen können, nebenbei fruchtig süße Walderdbeeren und Heidelbeeren genascht. Einmal mehr stellten wir fest, dass es immer wieder Neues zu entdecken gibt, auch wenn man meint, bereits alles zu kennen.

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Die geologische Beschaffenheit der Heimat rückte dabei ebenso ins Bewusstsein wie die wohltuende Wirkung stiller Wälder, weite Aussichten und Geräusche der Natur. Allerdings wurde uns an manchen Stellen auch deutlich vor Augen geführt, welchen immensen Schaden wir Menschen der Natur zufügen. Auf den Touren wurde der Charme der Ortsteile neu erfahren und seltene Blumen rückten in den Blick, die längst auf der Roten Liste stehen. Es mag pathetisch klingen, aber als Wanderer erfuhr man in diesen Wochen tatsächlich den unermesslichen Reichtum der heimischen Landschaft neu.

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Aus dieser Erfahrung heraus kann man jedem Wanderer nur wärmstens empfehlen, die Heimat immer wieder mal aufs Neue und mit offenem Blick zu entdecken. Oder, um es im Beethovenjahr mit dessen am Bonndorfer Philosophenweg verewigten Zitat zu sagen: „Blicke in die schöne Natur und beruhige dein Gemüt über das Müssende.“ Das funktioniert tatsächlich.