Ein Grundanliegen sei erreicht, so Gabriele Möhringer: Die Vertreter der Online-Petition „Stoppt den Verkauf des Studer-Areal“ sind im Gespräch mit der Stadtverwaltung. Michael Amann-Möhringer und Gabriele Möhringer von der Geschäftsführung Möhringers Schwarzwaldhotel sowie Susanne Spachholz für den Handels- und Gewerbeverein (HGV) übergaben eine erste Unterschriftenliste an Hauptamtsleiter Harald Heini.

Das Anliegen der Initiative sei es, so Gabriele Möhringer, der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat deutlich zu machen, dass eine Entscheidung zum Verkauf des Studer-Areals (siehe Infobox) bis auf einen Termin nach Ende der Corona-Pandemie vertagt werden sollte. Erst dann sei eine vollumfänglich Bürgerbeteiligung an der Diskussion über dieses Projekt möglich. Derzeit seien die Rahmenbedingungen hierfür nicht gegeben.

Keine übereilten Entscheidungen

Bereits am vergangenen Freitag habe man sich zu einem Gespräch mit Harald Heini und Bauamtsleiterin Nicole Messerschmidt getroffen, bestätigte Gabriele Möhringer. Es sei der Initiative versichert worden, dass es keine übereilten Entscheidungen in der Frage eines Geländeverkaufs an einen potentiellen Privatinvestor geben werde – weder in der Verwaltung noch im Gemeinderat.

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Zudem soll im Gremium über einen Verkauf des Geländes erst nach einer Informationsveranstaltung entschieden werden. Hierüber möchte die Initiative einen Gremiumsbeschluss erreichen. Vereinbart wurde mit der Stadtverwaltung ein weiterer Gesprächstermin in dieser Sache. Ein gemeinsamer Konsens zur Nutzung des Studer-Areals in Bonndorf wird gesucht.

Demokratische Bürgerbeteiligung

Grundsätzlich sei die Initiative „Stoppt den Verkauf des Studer-Areal“ an einer Lösung zur Nutzung des Studer-Areals interessiert, die über eine demokratische Bürgerbeteiligung zustande kommt, betonte Gabriele Möhringer. Sollte dies nicht möglich sein, behalte sich die Initiative vor, ein Bürgerbegehren anzustreben. Dies könne bei einem Erfolg den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan vom Januar 2020 oder auch einen später gefassten Beschluss im Gemeinderat ändern. Die Initiative sei in dieser Sache vorsorglich mit dem Verein Mehr Demokratie im Gespräch. Eine Unterschriftensammlung für die Einleitung eines Bürgerbegehrens müsste dann allerdings bis 31. März 2021 abgeschlossen sein, erklärte Gabriele Möhringer.