Dass Kinder sich gegenseitig auf die Notwendigkeit eines sensiblen Umgangs mit der Umwelt hinweisen, kommt nicht alle Tage vor. Die Klasse 4 a der Grundschule Bonndorf macht genau das. „Wir fordern eine bessere Mülltrennung“, postulieren die Schüler selbstbewusst. Und sammeln Unterschriften von willigen Mitstreitern, um ihre Forderung nach einem konsequenten Mülltrennsystem bei der Schulleitung zu unterstreichen.

Schüler der 4a setzen sich für eine saubere Umwelt ein und sie zeigen wie das geht.
Schüler der 4a setzen sich für eine saubere Umwelt ein und sie zeigen wie das geht. | Bild: Martha Weishaar

Mit Appellen auf einer Plakatwand zogen die Schüler mit Klassenlehrer Matthias Mybes von Klasse zu Klasse und zeigten die Müllproblematik auf. Ihr Publikum zeigte angesichts der gezeigten Fotos Betroffenheit. Kinder lehrten Kinder, was in den Gelben Sack, Papier-, Glas-, Bio- oder Restmüll gehört. Bei der Gelegenheit trat so mache Unwissenheit zutage, etwa, dass ein kaputtes Handy eben nicht im Restmüll landen darf. Diese gehören auf den Recyclinghof, so wie Elektroschrott überhaupt. Dass Kinder im Grundschulalter wissen, welcher Müll wie entsorgt werden muss, ist keine Selbstverständlichkeit. Das wurde mit dieser Aktion deutlich. Deutlich wurde aber auch, dass engagierte Kinder ihren Beitrag für eine saubere Umwelt leisten können.

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Die Viertklässler gehen mit gutem Beispiel voran, sammeln auch Wegwerfmüll rund um die Grundschule auf. Vincenzo und sein Freund aus Ewattingen berichten, dass sie regelmäßig Müll einsammeln. Und Leonie erzählt, dass sie mit Brüdern und dem Cousin Flaschen und Dosen sammelt. Vom Pfanderlös werden sie sich etwas Besonderes gönnen.

Die Idee für die Initiative

Die Idee für die Initiative an der Schule kam aus den Reihen der Schüler. Im Sachkundeunterricht wurde die Problematik besprochen. „Wir sahen das Bild einer Schildkröte, die in einem Plastikring gefangen war“, erzählt Leonie. Sie und ihre Freundin Karla waren wie elektrisiert, wollten das Thema nicht einfach so abhaken, starteten sofort eine Plakataktion. Daraus entwickelte sich eine Dynamik, so dass sich nun die ganze Klasse engagiert. Dazu gehört allerdings auch, Rückschläge einzustecken – als etwa ein Raucher ungehalten auf den Hinweis eines Mädchens reagierte, seine Kippe nicht einfach wegzuschmeißen. Die Schüler wollen allerdings ihren Weg fortsetzen.