Die Kirchplatzsanierung in Bonndorf hat begonnen. Seit Jahren befinden sich die 1800 Quadratmeter zwischen Pfarrhaus, katholischer Pfarrkirche und Vinzentiusheim in einem beklagenswerten Zustand. Der Bereich wurde überplant und soll nun ein stimmiges Gesamtbild erhalten.

Vor einem Jahr hatte Pfarrer Fabian Schneider im Gespräch mit dieser Zeitung betont, dass es in erster Linie um Verkehrssicherheit gehe, weniger um Dekoration. Denn die geteerte Oberfläche des Platzes weist extreme Schäden auf.

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Der Bauherr auf dem Vorplatz ist allerdings nicht die Kirchengemeinde Bonndorf, sondern das Land Baden-Württemberg. Veranschlagt sind Kosten in Höhe von circa 510.000 Euro, bei der Kirchengemeinde verbleibt eine Beteiligung an diesen Kosten von etwa einem Drittel, so die Schätzungen. Der Kirchenvorplatz soll im August fertiggestellt sein.

Kirchenbesucher haben weiterhin Zugang zur Pfarrkirche St. Peter und Paul. Einschränkungen sind nach Worten von Fabian Schneider allerdings möglich, wie er im März betont hatte. Der Kirchplatz ist derzeit über die große Treppe von der Martinstraße aus und über die Kirchstraße erreichbar. Der Fußweg zum Kirchenplatz von der Bergstraße aus ist momentan gesperrt.

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Im vergangenen März hatte David Schmidt vom Landesbetrieb Vermögen und Bau BW, dem das Projekt obliegt, im Gespräch mit dieser Zeitung die Planungen erläutert. Ein Teil des Geländes wird autofrei und ist künftig der kirchlichen Nutzung vorbehalten, ein weiterer wird als Bereich öffentlicher Auto-Stellplätze der Allgemeinheit dienen – als Blaue Zone.

Ökologisch aufgewertet wird die bislang vollständig versiegelte Fläche durch Grünbereiche. Der Zugang zum Seitenportal der Kirche wird barrierefrei gestaltet. Saniert werden auch Entwässerungsleitungen im Untergrund, Oberflächen- und Dachwasser wird über Mulden mit Notüberlauf in den Abwasserkanal geleitet.

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Die Planungen der Kirchengemeinde sehen in diesem Jahr außerdem die Neugestaltung der Außenanlagen am benachbarten Paulinerheim vor. Bauherr ist dort die Kirchengemeinde. Um Parkmöglichkeiten zu bieten, sollen die baulichen Maßnahmen vor der Kirche und im Bereich des Paulinerheims zeitlich weitgehend entzerrt werden.

Erste Gedanken, den Bereich vor der Pfarrkirche in Bonndorf neu zu gestalten, sind mehr als drei Jahrzehnte alt und führen zurück in die Bonndorfer Zeit des früheren Pfarrers Eugen Fleig. Eugen Fleig, der 2018 starb, wirkte von 1977 bis 2000 als Pfarrer in Bonndorf und in Dillendorf sowie in der Filialgemeinde Wellendingen.