Die Stadtverwaltung Bonndorf setzt in der Corona-Pandemie auch auf die Luca-App. Zug um Zug werden die öffentlichen Gebäude mit entsprechenden QR-Codes ausgerüstet, bestätigte Felix Schüle, Leiter der Bonndorfer Netzwerk-Idee (Boni), auf Anfrage. Ob die Stadtverwaltung zudem Luca-Schlüsselanhänger als Alternative für Personen ohne Mobilfunktelefon beschafft, sei noch nicht entschieden.

Die Stadt Bonndorf hat bereits alles Notwendige in die Wege geleitet, um eine digitale Gästeregistrierung zu ermöglichen. QR-Codes, unabdingbar für die Luca-App, seien generiert, erläutert Felix Schüle. Die QR-Codes werden nun in den Eingangsbereichen öffentlicher Gebäude angebracht. Dort können sich dann Besucher beim Ein- und Auslass registrieren.

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Ob die Stadt zudem Luca-Schlüsselanhänger mit eigenen QR-Codes beschafft, sei noch nicht entschieden. Es gebe hierzu noch keine Bedarfsanalyse. Solche Schlüsselanhänger können beispielsweise Personen ohne Mobilfunktelefon oder diejenigen, die sich die App nicht aufs Smartphone laden möchten, nutzen. Es sei allerdings nicht vorgesehen, die Luca-App verpflichtend beim Betreten öffentlicher Einrichtung zu machen, betont Felix Schüle. Vielmehr soll dies als Einladung der Stadt an die Einwohner verstanden werden, dieses digitale System zur Bekämpfung der pandemischen Ausbreitung des Virus‘ zu nutzen.

Die Erfolgsaussichten

Je mehr Personen hierbei mitmachen, desto größer seien die Erfolgsaussichten, zeigt sich Felix Schüle überzeugt. Gäste gelangen also auch weiterhin ohne digitale Erfassung beispielsweise ins Rathaus. Felix Schüle sieht in dem Verwaltungsengagement eine Vorreiterrolle für die Gesamtstadt. Die Schaffung der Grundvoraussetzungen, also das Generieren kommunaler QR-Codes, der digitalen Kontaktnachverfolgung und Risikowarnung vor Infektionen sei nicht schwierig. Petra Kaiser, Leiterin des Tourismusbüros Bonndorf, nutzt den QR-Code der Luca-App bereits. Sie hält den Einsatz für sinnvoll. Allerdings hält sie auch noch die bisherigen handgeschriebenen Namenslisten bereit.

Prinzip der Luca-App

Das Prinzip der Luca-App sei beeindruckend, äußerte sich Susanne Spachholz, Vorsitzende des Handel- und Gewerbevereins Bonndorf. Inwieweit sich diese digitale Lösung unter den HGV-Mitgliedern durchsetzen werde, könne sie nicht beurteilen. Die derzeitigen inzidenzabhängigen Lösungen seien für den Einzelhandel kompliziert genug in der Umsetzung. Liegt die Inzidenz drei Tage in Folge unter 100, dürfen Geschäfte öffnen. Bis zu einem Wert von 150 sei „Click and Meet“ sowie über 150 „Click and Collect“ möglich, beides mit negativem Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden ist. Für Gastronomie und Einzelhandel in großen Städten hält sie die Luca-App jedoch für sinnvoll.