Ein abruptes Ende fand am Donnerstag das Ferienlager-Alternativprogramm der Seelsorgeeinheit Bonndorf-Wutach. Beim Corona-Schnelltest am Mittwoch wurde eines der insgesamt 43 teilnehmenden Kinder positiv getestet. Ein PCR-Test bestätigte das Ergebnis, woraufhin das Gesundheitsamt am Donnerstag die Auflösung des Ferienlagers veranlasste. Dem überwiegenden Teil der Kinder sowie der Hälfte der Betreuerinnen und Betreuer – also allen, die ungeimpft sind – wurde für die Dauer von zwei Wochen Quarantäne auferlegt.

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Bereits zum Auftakt am Montag hatten sich alle Teilnehmer einem Schnelltest unterzogen, wobei die Ergebnisse durchweg negativ waren. Der Tester der Stadt wiederholte die Testreihe am Mittwoch. Die Leiterinnen des Ferienlagers informierten das Gesundheitsamt sofort über das positive Ergebnis. Das Amt habe mitgeteilt, dass das Ferienlagerprogramm bis zur endgültigen Klärung fortbestehen dürfe. Man solle möglichst viel im Freien veranstalten und auf Abstände achten.

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Am Donnerstagmorgen veranlasste die Behörde dann den Abbruch der Kinderfreizeit, die planmäßig bis Freitagabend stattgefunden hätte. „Wir haben die Kinder sowie deren Eltern informiert und sofort Masken an alle verteilt. Die Kinder durften einzeln ihre Rucksäcke aus dem Paulinerheim holen und wurden umgehend abgeholt“, erläutert Sophia Malich, Kinder- und Jugendbeauftragte der Seelsorgeeinheit. „Das Ganze verlief völlig unaufgeregt. Die Eltern reagierten Gott sei Dank recht entspannt und bedankten sich für die drei Tage, die stattfinden konnten.“

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Dass in Zeiten der Corona-Pandemie trotz Hygienekonzept ein solcher Abbruch in Erwägung gezogen werden musste, sei allen im Vorfeld klar gewesen. Gleichwohl durchkreuze die nun auferlegte Quarantäne bedauerlicherweise Urlaubspläne mancher Familien.

Programm vorwiegend im Freien

Zuvor erlebten die Kinder ein abwechslungsreiches Programm, für das auch in diesem Jahr Sophia Malich und Rebecca Büche verantwortlich waren. Der überwiegende Teil des Programms fand im Freien statt, lediglich das gemeinsame Mittagessen wurde im Paulinerheim eingenommen. Birgit Kaiser und ihre Mitarbeiterin von der Schulmensa kochten für die Schar. Sämtliche Aktivitäten und Spiele waren dem Thema „Götter“ gewidmet. Zwar mussten Wasserspiele zu Ehren Poseidons witterungsbedingt ausfallen, doch mit Völkerball und anderen Spielen fand sich vortrefflicher Ersatz. Aphrodite, die Göttin der Liebe und der Freundschaft, bot Spielraum für Rollenspiele. In einem Gottesdienst im Freien befassten sich die Kinder gemeinsam mit Pfarrer Fabian Schneider eingehend mit diesem Themenfeld.