So kalt und ungemütlich war es noch nie bei der Pflanzentauschbörse im Pfarrhof der evangelischen Paulusgemeinde in Bonndorf. Nichtsdestotrotz war in den drei Stunden ein dauerndes Kommen und Gehen, auch aus umliegenden Gemeinden und Ortsteilen von Bonndorf kamen die Interessierten. Viele Besucher hatten die Absicht, ihren Garten frisch anzulegen oder noch bunter zu gestalten.

Viel Arbeit

Pfarrsekretärin Rita Huf bewältigte im Vorfeld ein enormes Arbeitspensum, damit an der Pflanzentauschbörse auch ein großes Angebot präsentiert werden kann. Wochen vorher fragt sie bei Gartenbesitzern, die eine bunte Blumenvielfalt haben, an, ob sie bereit sind, den Bestand auszudünnen. Kurz vor der Börse geht sie dann gemeinsam mit den Gartenbesitzern daran, die Pflanzen auszugraben. Anschließend fährt sie diese zum Pfarrhof, präsentiert sie unter der Birke und steht den Blumensuchenden mit Rat und Tat zur Seite. Beim Teilen von verwurzelten Stauden ist sie aber auch manchmal für helfende Männerkraft dankbar.

Die Einschränkungen

Dieses Jahr stachen viele mit Basilikum bepflanzte Blumentöpfe ins Auge. Ebenso gab es viele Bodendeckerrosen im Angebot und auch Zimmerpflanzen fanden neue Besitzer. Die Blumen kosten nichts, um eine Spende wird gebeten. Da in diesem Jahr wegen der Hygienevorschriften nicht wie sonst im Gemeindesaal Kaffee, Tee und Kuchen angeboten werden konnten, hatten sich die fleißigen Frauen von den Kirchenältesten etwas anderes einfallen lassen. Ein warmes Getränk wurde auf den Küchenservierwagen im Freien serviert. So konnten sich die Besucher doch etwas aufwärmen. Die Corona-Einschränkungen und das kalte Schmuddelwetter boten zwar keine idealen Voraussetzungen für die Pflanzentauschbörse, die Gespräche der Gartenbesitzer und -freunde waren aber dennoch interessant und inspirierend.

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