Das Bildungszentrum Bonndorf (BZB) als Schwerpunktschule, in der geimpft wird? Er sei im Gespräch mit dem Schulamt Lörrach, das BZB als Schwerpunktschule für mögliche Impfaktionen nominieren zu dürfen, bestätigte BZB-Leiter Felix Lehr auf Anfrage dieser Zeitung. Es werde derzeit allerdings erst ausgelotet, ob solche Schwerpunktbereiche tatsächlich eingerichtet werden und ob sich Bonndorf unter den Standorten befindet.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte eine Prüfung der Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit von Impfaktionen an Schulen in Baden-Württemberg durch die Ministerien zugesagt. Andreas Schwarz, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag, hatte neben genügend Impfstoff als weitere Voraussetzung eine Bereitschaft der Schulen genannt, diese Idee mitzutragen.

Der Schulleiter des Bildungszentrums Bonndorf, Felix Lehr.
Der Schulleiter des Bildungszentrums Bonndorf, Felix Lehr. | Bild: Stefan Limberger-Andris

Das BZB als Schwerpunktschule für Impfungen sei insbesondere wegen des kürzlich in Betrieb genommenen Mini-KIZ im Stadthallenfoyer noch mit Fragezeichen zu versehen. Trotzdem versuche die Bonndorfer Schulleitung, alles auszuschöpfen, was möglich ist, um einen Beitrag zu leisten, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen, erklärt Schulleiter Felix Lehr.

Es gelten am BZB derweil weiterhin die seit Monaten eingeübten Regularien wie Hygieneregeln, Kohortentrennung, Abstandsgebot und vorgeschriebene Wegeführung in den Gebäuden, so Felix Lehr weiter. Schlecht belüftbare Zimmer seien mit Raumlüftern, Klassenzimmer mit CO2-Ampeln ausgestattet worden. Raumlüfter seien finanziert worden durch den Schulträger sowie Landes- und Bundeszuschüsse.

Der Impfstatus unter Schülern dürfe nicht direkt abgefragt werden, erklärt Felix Lehr. Dieser lasse sich allerdings über die Schnelltests abschätzen, die vollständig Geimpfte nicht unbedingt machen müssen. Die Schulverwaltung gehe demnach von einem Impfstatus von 36 Prozent der Schüler ab Klasse 5 aus. Schnelltests sind für jeden Schüler ansonsten am BZB dreimal wöchentlich vorgeschrieben. Bei einem positiven Ergebnis muss in dieser Woche fünfmal in Folge getestet werden.

Es bleibe an einer so großen Schule wie dem BZB nicht aus, dass es positiv auf das Coronavirus getestete Personen gibt, sagt Felix Lehr. Es seien durch die Tests in den vergangenen Wochen einige Fälle über sämtliche Klassenstufen hinweg erkannt worden – an der Grundschule nur einige wenige. Es habe jedoch an der Realschule zweimal auch eine komplette Klasse fünf respektive drei Tage lang von zu Hause am Fernunterricht teilnehmen müssen.

Möglicherweise vorgezogenen Weihnachtsferien, wie von der Landesregierung angedacht, sieht Felix Lehr gelassen entgegen. Die Schüler seien schulisch gut aufgestellt, sagt er.