Bonndorf ist als Wohnort gefragt, die Nachfrage nach Bauplätzen seit Jahren hoch. Neue Baugebiete wie der „Waldfrieden“ schaffen eine gewisse Entspannung. Bemängelt hatte in den vergangenen Monaten allerdings die Grünen-Fraktion im Gemeinderat den aus ihrer Sicht großen Flächenverbrauch durch individuelle Bauvorhaben. Überraschend für das Gremium, jedoch dann allgemein begrüßt, soll im „Waldfrieden“ ein Mehrfamilienhaus mit elf Wohneinheiten entstehen. Das Gremium erteilte dem Baugesuch sein Einvernehmen.

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Er habe in den vergangenen Monaten derartige Investoren für die Gesamtgemarkung händeringend gesucht und nicht gefunden, äußerte sich Bürgermeister Michael Scharf mit Blick auf das Projekt in einem erstmals durch einen Privatinvestor vermarkteten Baugebiet. Er halte es dennoch für sinnvoll, den Bauherren des Mehrfamilienhauses anzuschreiben und zu bitten, das Projekt in einer Bürgerveranstaltung zu erläutern, da im Umfeld auch Ein- und Zweifamilienhäuser angesiedelt sind. So könne möglicherweise die Akzeptanz im Wohngebietsumfeld, aus der Kritik an dem Vorhaben kam, erhöht werden.

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Der direkt an der Zufahrt in das rund 2,8 Hektar große Baugebiet geplante Neubau weist für die auf 20 Bauplätze ausgelegte Fläche durchaus beachtliche Ausmaße auf – 21,5 Meter lang, 20,72 Meter breit und zwölf Meter Firsthöhe, erläuterte Nicole Messerschmid, Leiterin des Bauamts, die Maße. Elf Wohneinheiten sollen geschaffen werden, eine Tiefgarage mit elf Stellplätzen soll die Parksituation regeln. Darüber hinaus sind 32 Fahrradstellplätze vorgesehen. Der Bauherr habe die Möglichkeiten, die ihm der Bebauungsplan bietet, umfänglich genutzt.

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Es sei nach Genehmigung des Bebauungsplans durch den Gemeinderat für ihn persönlich klar gewesen, dass auf diesem großen Grundstück ein mehrgeschossiges Gebäude Platz finden könnte, sagte Stadtrat Gernot Geng (Bürgerliste). Er könne dem Vorhaben zustimmen. Und Ingo Bauer (CDU) meinte: Der Gemeinderat sollte zu den Inhalten und den daraus resultierenden Möglichkeiten des Bebauungsplans stehen. Positive Stimmen fand das Projekt bei Mechthilde Frey-Albert (Bürgerliste), Werner Intlekofer (Grüne) und Bruno Kalinasch (SPD), weil auf engem Raum derart viele Wohneinheiten verwirklicht werden. Zunächst müsse man abwarten, welche Mietpreise angesetzt werden, war Simon Scherble (SPD) nicht ganz so euphorisch, ob das Projekt den Bonndorfer Wohnungsmarkt tatsächlich für jedermann entspannen helfe. Für ihn sei das Projekt deshalb noch etwas unklar.

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