Daniel Poznanski tritt mit sofortiger Wirkung von allen seinen Parteiämtern zurück und tritt auch aus der FDP aus. Dies teilte Poznanski, der bei der vergangenen Kommunalwahl noch für die Liberalen in Bonndorf kandidiert hatte, am Freitag mit.

Daniel Poznanski sei vor fast 32 Jahren als Schüler in die FDP eingetreten und habe der Partei über mehr als drei Jahrzehnte auf Bundes-, Landes-, Kreis- und Ortsebene gedient. „Ich habe mehrfach für den Bundestag, den Landtag, den Kreistag und für Stadt- und Gemeinderäte kandidiert, ich war für die FDP in Aufsichtsräten und in den unterschiedlichsten Gremien, ich habe in den Vorfeldorganisationen Verantwortung getragen und war immer gerne ein Liberaler. Dennoch habe ich seit vielen Jahren an und mit meiner Partei gelitten“, so Poznanski in seiner Erklärung.

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Viele Entscheidungen der Partei habe er frohen Herzens mittragen können, viele aber eben auch nicht. Manche Entscheidungen habe er sehr schwierig und mit dem Liberalismus nicht immer vereinbar gefunden.

„In der FDP nicht mehr am richtigen Platz“

Wie Poznanski weiter erläuterte, habe er den Liberalismus immer mit sozialen Themen verbinden wollen und eine faire Wirtschaftspolitik zusammen mit der sozialen Marktwirtschaft denken. „Ich wollte Menschenrechte verteidigen und wirtschaftliche Freiheiten zulassen.“ Vieles davon sei gerade in den vergangenen Jahren in der FDP verloren gegangen, weswegen er sich zuweilen in der FDP nicht mehr am richtigen Platz fühlte.

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Poznanski dazu: „Die peinlichen Auftritte unserer Parteifreunde in Thüringen taten mir weh, manche Entscheidung der FDP zum Thema Corona fand ich mindestens überdenkenswert und vor allem die aus meiner Sicht absolut notwendige Abgrenzung zu der unseligen AfD ist nicht immer so gelungen, wie ich mir das gewünscht hätte, auch wenn ich weiß, dass die FDP die Positionen der AfD grundsätzlich ablehnt. Aber allein der Verdacht, wir könnten irgendeine noch so kleine Gemeinsamkeit mit dieser rechten Partei haben, gruselt mich zutiefst.“

Auch wenn die FDP für ihn eine langjährige und bedeutende Konstante war, wolle er jetzt der FDP nicht mehr angehören. „Ich werde leiden ohne „meine“ FDP, aber ich leide derzeit noch mehr als Teil der FDP„, so Daniel Poznanski in seiner Erklärung.