Was hat ein Kleiner Feigling mit Zigarettenschachteln, Chipstüten, Flaschen, Scherben, tausenden Kippen, Holzkohlengrill, Schubkarre und Sonnenschirmständer zu tun? Die Antwort liegt auf der Hand, respektive an Wegen, Straßen, in Gebüschen und auf Spielplätzen. Denn noch viel mehr als das wurde von Zeitgenossen einfach weggeworfen. In einer gemeinsamen Aktion sammelten Freiwillige des CDU-Ortsverbandes und der Initiative „Bonndorf Blitzblank“ 14 Müllsäcke und einen halben Autoanhänger voller Sperrmüll ein.

Binnen weniger als drei Stunden säuberten im Zuge dieser Aktion insgesamt 13 Männer und Frauen unterstützt von sieben Kindern das kommunale Ortsbild zwischen Lindenbuck und Bahnbrücke, Sportplatz und Kirche von Hinterlassenschaften. Mit etwas Glück könnte es sein, dass Bonndorf damit wenigstens bis zum Osterfest blitzblank dasteht und sich sehen lassen kann.

Personen, die Kippen, Kaugummi oder auch Lebensmittelreste wegwerfen, können nach einer neuen Bestimmung und aktualisiertem Bußgeldkatalog des Landes übrigens mit Bußgeldern von 50 bis 250 Euro belangt werden. Viele Städte und Gemeinden nutzen mittlerweile dieses Instrument, um zum Schutz der Umwelt der überbordenden Flut von Wegwerfmüll Herr zu werden.

Der CDU-Stadtverband Bonndorf bleibt mit dieser Frühjahrs-Müll-Sammelaktion einer Tradition treu und plant, diese auch im kommenden Jahr fortsetzen, macht deren Vorsitzender Ingo Bauer im Gespräch deutlich.

Erstmals kooperierte der Bonndorfer Stadtverband der Christdemokraten übrigens in Zuge dieser Aktion mit der von Grünen-Stadträtin Monika Spitz-Valkoun vor knapp einem Jahr organisierten Initiative „Bonndorf Blitzblank“. Haben doch beide Gruppierungen letztlich dasselbe Ziel: Nämlich der zunehmenden Vermüllung etwas entgegenzusetzen, die Bevölkerung zu sensibilisieren, schonender mit dem städtischen Umfeld umzugehen sowie die Umwelt zu schützen.

Denn, dass Wegwerfmüll nicht nur eine Frage der Ästhetik ist, sondern der Umwelt erheblich schadet, ist mittlerweile wissenschaftlich belegt. Die Bonndorfer Müllsammler ernteten bei ihrer Aktion immer wieder positiven Zuspruch von Passanten. Einige der teilnehmenden Kinder wurden sogar direkt mit Schokoosterhasen und einigen Tafeln Schokolade für ihr Engagement belohnt.