Ein eingespieltes Team müssen sie sein, im Notfall arbeiten sie Hand in Hand, um Menschenleben zu retten, wenn der Ernstfall eintritt. Um vermisste oder verunglückte Wanderer und Freizeitsportler rechtzeitig aus misslicher Lage zu befreien oder gar Leben zu retten, müssen die Helfer schnell agieren. Die DRK-Rettungshundestaffel Hochschwarzwald und die Bergwacht mit Abteilungen aus Wutach und Höchenschwand probten den Ernstfall.

Die Teilnehmer

Jede Sekunde zählt, um die Notleidenden aufzuspüren, jeder Handgriff muss sitzen und man muss sich blind auf den Nächsten verlassen können. Gerade deshalb sind Übungen enorm wichtig – die Rettungskräfte probten nun den Ernstfall im Bereich Lotenbachklamm/Müllerweg und Schattenmühle in der Wutachschlucht.

Konzentriert: Rene Scheffel mit seiner Riesenschnauzerhündin Nora bei der Arbeit.
Konzentriert: Rene Scheffel mit seiner Riesenschnauzerhündin Nora bei der Arbeit. | Bild: Wolfgang Scheu

Für die Hundeführer Rene Scheffel (mit Riesenschnauzer-Hündin Nora) und Hermann Kirschner (mit Labrador-Rüde Lason) war es sozusagen die Feuertaufe. In Kürze werden sie ihre offizielle Prüfung ablegen. Und die Münsterländer Hündin Ayla von Karin Ries kam spontan zum Einsatz, als plötzlich im Verlauf der Übung vermeldet wurde, dass eine weitere Person vermisst wird.

Gelassen: Der stellvertretende Einsatzleiter Matthias Mück von der DRK-Rettungshundestaffel.
Gelassen: Der stellvertretende Einsatzleiter Matthias Mück von der DRK-Rettungshundestaffel. | Bild: Wolfgang Scheu

Das Szenario

Zwei Wanderer wurden vermisst, als alle am Einsatzort waren, wurde ein zusätzliches vermeintliches Opfer gemeldet. Zum Glück hatte die Rettungshundestaffel einen Vierbeiner in Reserve, die Suche konnte an verschiedenen Orten gleichzeitig aufgenommen werden und die Vermissten schnell gesichtet werden.

Der Einsatz

Gruppenführer Tobias Maier von der Bergwacht Wutach strahlte, sein Team setzte Karabiner und Seile gekonnt ein, um einen angenommenen Verletzten auf der Trage in extremer Steillage mit einer Art manueller Seilbahn bergan ziehen zu können. Die Erstversorgung am Unfallort war erfolgreich, das Opfer wurde flott auf der Trage bergan zum Einsatzwagen gebracht.

Eingespielt: Eine gelungene Übung – die Erstversorgung eines Verletzten ist erfolgreich, eines der Opfer wird gerettet.
Eingespielt: Eine gelungene Übung – die Erstversorgung eines Verletzten ist erfolgreich, eines der Opfer wird gerettet. | Bild: Wolfgang Scheu

Das Resümee

Die Einsatzleiter Armin Faller und Matthias Mück, beide von der DRK-Rettungshundestaffel Hochschwarzwald, waren mit all den im Einsatz befindlichen Kollegen mehr als zufrieden. Ein Gefühl der Sicherheit stellt sich auch ein, wenn man bei der schweißtreibenden Arbeit erkennt, dass alles funktioniert. Oft befinden sie sich am physischen Limit, technisches Gerät wie die GPS-Tracker für die Hunde funktionierte einwandfrei, die Funkverbindung war tadellos. Am Ende des Tages wurde beim gemeinsamen Abschluss klar – der Zusammenhalt im Team muss äußerst stark sein.

Zufrieden: Gruppenführer Tobias Maier von der Bergwacht Wutach freut sich über den gelungenen Einsatz.
Zufrieden: Gruppenführer Tobias Maier von der Bergwacht Wutach freut sich über den gelungenen Einsatz. | Bild: Wolfgang Scheu

Die Einsatzkräfte müssen sich blind aufeinander verlassen können. Und wie immer gilt die oberste Regel, was als Erstes zu tun ist, wenn man an einen Unfallort kommt: „Ruhe bewahren.“ Denn hektischer Aktionismus kann schnell gefährlich werden für alle Beteiligten. Dass sie ihrer Aufgabe gewachsen sind, haben die professionellen Mitglieder im Ehrenamt der Rettungshundestaffel Hochschwarzwald und der Bergwacht eindrücklich bewiesen.