Es werde Veranstaltungen geben, ganz nach der zum entsprechenden Zeitpunkt geltenden Corona-Verordnung der Landesregierung. Mit Blick auf das St. Martinsfest seien Verwaltungspläne bereits wieder verworfen worden, und es habe Neues erarbeitet werden müssen, bestätigte Bürgermeister Michael Scharf auf Anfrage. Dieses könne jedoch auch schlagartig zur Makulatur werden. Einen St. Martinsumzug werde es auf alle Fälle nicht geben, derzeit seien kindergarteninterne, gruppenweise Feiern vorgesehen.

Lichterfest mit Martinswecken

Auf die Gruppen der sieben Kindergarteneinrichtungen Bonndorf beschränkt, seien St. Martinsfeiern möglich, erläuterte Michael Scharf. Dort könne ein Lichterfest mit Verteilen der Martinswecken stattfinden. Die Bonndorfer Patenkompanie, das Jägerbataillon 292 Donaueschingen, habe zugesagt, dass je Kindergarten ein Soldat abgestellt werde, die die Martinswecken morgens an den Kindergärten abliefern. Diese Wecken werden zuvor von Rathausmitarbeitern hygienisch verpackt.

Suche nach Freiwilligen

Momentan spreche die Stadtverwaltung Freiwillige an – gesucht werden 15 Personen –, die jeweils eine Kindergartengruppe besuchen sollen, um dort den Segen zu sprechen. Ein Wechsel zwischen den Gruppen sei nicht erlaubt. Sollten sich die durch die Landesregierung vorgegebenen Regeln bis 11. November weiter verschärfen, werde man für die kommunalen Kindergärten mit kreativen Lösungen reagieren, versicherte Michael Scharf. Er könne sich etwa einen digitalen St. Martinsbesuch vorstellen. Wochenlang hatte sich die Stadtverwaltung damit beschäftigt, wie St. Martinsumzüge für die kommunalen Kindergärten gestaltet werden können. Die in die Höhe schnellenden Infektionszahlen lassen nun einen großen Umzug in der Kernstadt nicht mehr zu. Die jetzige Lösung wurde bei einer Sitzung mit den Kindergartenleiterinnen gefunden.

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Auch von Seiten der Seelsorgeeinheit Bonndorf–Wutach wird es Einschränkungen geben. So hatte Pfarrer Fabian Schreiner bereits in der vergangenen Woche darauf hingewiesen, dass er wegen der potentiellen Ansteckungsgefahr auf die Lichterprozession zur Kirche St. Peter und Paul verzichten werde. Nicht zuletzt komme er den Vorgaben des Erzbischöflichen Ordinariats Freiburg an die Seelsorgeeinheiten (SE) im Erzbistum Freiburg nach. Auch in Ewattingen werde es keinen offiziellen St. Martinsumzug des katholischen Kindergarten St. Josef geben. St. Martin werde allerdings in der Einrichtung thematisiert und des Heiligen in kleinen Feiern intern gedacht.

Rekordverdächtig war die Teilnehmerzahl am St. Martinsumzug 2019 in der Kernstadt gewesen. Zieht man die von den Soldaten des Jägerbataillon 292 damals verteilte Anzahl an Martinswecken zu Rate, waren es 650 Teilnehmer. Und noch eine Veranstaltung wird nach Auskunft des Bürgermeisters stattfinden. Der Volkstrauertag am Sonntag, 15. November, werde auf jeden Fall auf dem Friedhofsgelände offiziell in Bonndorf gefeiert, versicherte Michael Scharf – entweder nur mit ihm als Bürgermeister oder mit der dann nach den Corona-Vorschriften des Landes erlaubten Menschenzahl.

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