Der SV Ewattingen feiert seinen 70. Geburtstag mit einem dreitägigen Fest. Die Fußballer blicken auf ereignisreiche Jahrzehnte zurück. Nach der Anfangseuphorie stand der Club zu Beginn der 1970er Jahre fast vor dem Aus, 20 Jahre später klopfte er an der Tür zur Landesliga. Nichts schien den Ewattinger Fußballern fremd, doch dann kam die Corona-Pandemie. Die Saison abgebrochen, ging lange nichts mehr.

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Mit der Erlaubnis der Landesregierung, ab 1. August Veranstaltungen mit Hygienekonzept mit bis zu 500 Personen zuzulassen, werde auch die Ewattinger Veranstaltung stattfinden, betont SVE-Vorsitzender Stefan Kech. Reichlich Fußball wird es geben. Neben einem hochkarätig besetzten Turnier am Samstag wird am Sonntag um den 28 Kilogramm schweren Wutach-Cup gespielt.

An beiden Tagen wird es einen unterhaltsamen Ausklang auf dem Sportgelände geben. Auch am Montag beherrscht Fußball das Geschehen. Ab 17 Uhr steigt das Handwerkervesper mit dem Wutach-Trio. „Wir werden eine schmucke Festmeile bieten, mit einem kulinarischen Angebot, das unter anderem am Samstag durch den bayerischen Meister im Hamburgerbraten veredelt wird“, verspricht Stefan Kech angenehmes Ambiente.

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Wohl kaum hätten sich die Gründer 1950 vorstellen können, was sich aus bescheidenen und vor allem auch schweren Anfängen entwickeln würde. Damals trafen sich im Gasthaus „Burg“ einige junge Burschen, um ihrem liebsten Zeitvertreib in einem Verein frönen zu können. Leicht hatte es die kleine Schar damals nicht, denn das Ansehen des Fußballs war nicht überall gleich groß. Als „Modekrankheit“ wurde er bezeichnet. So steht es in den clubeigenen Chronikbüchern. Mütter verglichen den Fußball mit „den Hauptsünden, die ein Mensch überhaupt begehen kann.“ „Kein Schelten, kein Moralisieren konnte verhindern, dass in Ewattingen Fußball gespielt wurde“, heißt es in der Festschrift anlässlich des zehnjährigen Bestehens des SVE im Jahr 1960.

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Heute ist der SVE mit 380 Mitgliedern der größte Verein in Wutach, angefangen von den Kleinsten beim Mutter-Kind-Turnen über sämtliche Jugendmannschaften bis hin zu zwei Aktiveteams und einer AH-Mannschaft. Nicht zu vergessen die vielen Helfer, Unterstützer und Funktionäre, die sukzessive die Infrastruktur des Clubs ausbauten.

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