Fronleichnam feierten die Gläubigen der Seelsorgeeinheit mit Gottesdiensten in Bonndorf, Ewattingen und Dillendorf. Auf Blumenteppiche, eucharistische Prozessionen musste sowohl witterungsbedingt als auch wegen der Corona-Auflagen verzichtet werden. Am Vorabend des Feiertages fand in der Dillendorfer Kirche bereits ein bemerkenswert feierlicher und gut besuchter Gottesdienst statt. Die Eucharistiefeier zelebrierte Pfarrer Fabian Schneider, musikalisch begleiteten der Kirchenchor unter Leitung von Wolfang Hieske mit vier Sängern und der Musikverein mit vier Bläsern unter Leitung von Clemens Büche die Liturgie.

Das könnte Sie auch interessieren

Inhaltlich standen die Verehrung und Anbetung der bleibenden Gegenwart von Jesus Christus im Altarssakrament im Mittelpunkt und fanden ihren Niederschlag in Lesungen, Liedern, Gebeten und der Aussetzung des Allerheiligsten am Ende der Feier. Dass dies bei all den Corona-Auflagen, die auch die Gottesdienste betreffen, der Würde und Tradition des Hochfestes keinen Abbruch tat, war unter anderem der Einsicht und Disziplin aller Beteiligten geschuldet. So wurden die Mindestabstände eingehalten, im Bedarfsfalle Mund-Nasenschutzmasken getragen, auf gemeinsames Singen verzichtet und die Kommunion mit dem Austeilen der konsekrierten Hostie in den Bankreihen gespendet.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Te Deum, ein feierlicher lateinischer Lobgesang, das Lied „Großer Gott“ und der finale Segen krönten das Ganze, erinnerten an gute, alte Zeiten, in denen die Gläubigen lange Blumenteppiche gestreut, Hausaltäre errichtet und ihre Häuser mit Reisig, Girlanden und Kirchenfahnen geschmückt hatten, und das Allerheiligste durch das Dorf getragen wurde. Am Donnerstag, dem kirchlichen Feiertag selbst, wiederholte sich die feierliche Gottesdienstgestaltung in Bonndorfs Kirchenrund. Mit von der Partie viele, sehr viele Besucher und eine Fahnenabordnung der Bonndorfer Kolpingfamilie. Musikalische Glanzlichter setzte ein Quartett der Stadtmusik, als Verantwortlicher für die organisatorische Gesamtregie hob Pfarrer Schneider Felix Schüle besonders hervor.

Das könnte Sie auch interessieren

Im Gespräch freute sich Fabian Schneider über die guten bis sehr guten Besucherzahlen in seiner Seelsorgeeinheit nicht nur am Feiertag, sondern auch in den vergangenen Wochen. Besonders in den Ortsteilen ließen sich die Kirchgänger trotz der Einschränkungen seit Beginn der Corona-Pandemie kaum von einem Gottesdienstbesuch abhalten. Mit Kerzen als Markierungshilfe in jeder zweiten Kirchenbankreihe wurde beispielsweise die Einhaltung der Abstandsregel erleichtert, die Handkommunion wurde zur Regel und stumm gereicht. Spenderautomaten für die Handdesinfektionsmittel an den Eingängen, Verzicht auf reihumgehende Opferkörbchen und auf gemeinsam gesungene Lieder – es wurde versucht, die Verbreitung des Virus kirchlicherseits im Zaum zu halten. In Stühlingen beispielsweise verteilte zu den Gottesdiensten der Kapuziner Schwester Hedwig vor der Klosterkirche Nummernkärtchen, die im Innern als Platzkarten dienten. Die Hoffnung, dass in absehbarer Zeit sämtliche Restriktionen aufgehoben werden, ist groß.